Börse New York
Kauflaune an den US-Börsen

Investoren an der Wall Street befanden sich am Montag in Kauflaune. Die US-Börsen beendeten den Handelstag mit Gewinnen. Fusionen in der Chip- und in der Leasingbranche geben Auftrieb.
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New YorkMehrere Großübernahmen haben die Investoren an der Wall Street wieder in Kauflaune versetzt. Die US-Börsen starteten mit Gewinnen in die Woche, in der das Treffen der US-Notenbank (Fed) im Mittelpunkt steht. Nach den Kursrückgängen der vergangenen Woche gaben am Montag Fusionen in der Chip- und der Leasingbranche Auftrieb. Der Verkaufsdruck der vergangenen Woche sei nicht mehr so groß, sagte Investmentexperte Mark Luschini von Janney Montgomery Scott.

Die Fed-Vertreter treffen sich am Dienstag und Mittwoch, um über die weitere Geldpolitik zu beraten. Manche Marktteilnehmer gehen davon aus, dass die Zentralbank schon dann ihre ultralockere Geldpolitik einschränken könnte. Die meisten Experten gehen aber davon aus, dass die Fed erst im März diesen Schritt gehen wird.
Zurzeit kauft sie jeden Monat Staatsanleihen und Immobilienpapiere im Wert von 85 Milliarden Dollar, um die Wirtschaft mit mehr Geld zu versorgen. Diese Hilfen hatten die Aktienbörsen in den vergangenen Monaten maßgeblich angetrieben.

Der Dow Jones mit den 30 Standardwerten schloss 0,8 Prozent höher auf 15.885 Punkten. Im Handelsverlauf bewegte sich das Marktbarometer zwischen 15.759 uns 15.930 Punkten. Der breiter aufgestellte S&P 500 legte um 0,6 Prozent auf 1786 Stellen zu. Der technologielastige Nasdaq-Index kletterte 0,7 Prozent auf 4029 Zähler.

An die europäischen Aktienbörsen kehrte am Montag die Feiertagslaune zurück. Der Dax schloss erstmals seit einer Woche im Plus und stieg um 1,7 Prozent auf 9163,56 Punkte. Der EuroStoxx50 zog um 1,8 Prozent an. Grund für die gute Stimmung waren überraschend starke europäische Konjunkturdaten.

Bei den US-Einzelwerten sprang der Kurs des Chipherstellers Avago knapp zehn Prozent, der des Rivalen LSI sogar fast 39 Prozent in die Höhe. Avago hatte bekanntgegeben, LSI für 6,6 Milliarden Dollar zu kaufen.

Auf den Kaufzetteln stand ebenfalls die Aktie des Versicherungskonzerns AIG, der seine auf Flugzeuge spezialisierte Leasingtochter ILFC für 5,4 Milliarden Dollar an die niederländische AerCap Holdings verkauft. AIG stiegen um 1,1 Prozent und AerCap 33 Prozent.

Um rund vier Prozent abwärts ging es mit dem Kurs des Kurznachrichtendienstes Twitter. Die Experten von Wells Fargo und Suntrust hatten das Papier heruntergestuft.

Zu den Verlierern zählten auch die Aktien von T-Mobile US mit einem Abschlag von 4,5 Prozent. Einem Medienbericht zufolge will der US-Mobilfunkanbieter Sprint für die US-Tochter der Telekom bieten. Die Sprint-Aktien gaben 1,4 Prozent nach.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 680 Millionen Aktien den Besitzer. 2024 Werte legten zu, 1006 gaben nach und 134 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 1,92 Milliarden Aktien 1748 im Plus, 816 im Minus und 144 unverändert.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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