Börse New York
Kauflaune beflügelt die Wall Street

Die Anleger an der Wall Street reagierten mit Kauflust auf den Fed-Entscheid. Dow-Jones und S&P-500 schlossen auf Rekordhoch. Einen Dämpfer gab es hingegen für den US-Immobilienmarkt: Es gibt weniger Baubeginne.
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New YorkDie Aussicht auf längerfristig niedrige US-Zinsen hat Aktienanleger am Donnerstag in Kauflaune versetzt. "Die Anleger sind erleichtert, dass die Fed-Stellungnahme keine großen negativen Überraschungen gebracht hat", sagte Aktienstratege Robert Parkes von HSBC Securities. Die US-Notenbank bekräftigte am Vorabend, dass sie die Zinsen nach dem Auslaufen ihres Anleihe-Ankaufprogramms noch "geraume Zeit" niedrig halten will. Allerdings werde sie die geldpolitischen Zügel stärker anziehen als bislang gedacht, sollte das US-Wachstum an Fahrt gewinnen.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss 0,6 Prozent höher auf 17.266 Punkten. Der breiter gefasste S&P-500 verbesserte sich um 0,5 Prozent auf 2011 Zähler. Beide Marktbarometer gingen damit auf einem Rekordhoch aus dem Handel. Der Index der Technologiebörse Nasdaq kletterte 0,7 Prozent auf 4593 Punkte.

Bei den Einzelwerten gehörte Vivus mit einem Kursplus von mehr als zwölf Prozent zu den Favoriten. Der Pharmakonzern erhielt von der US-Gesundheitsbehörde FDA die Zulassung für sein schnell wirkendes Mittel gegen Erektionsstörungen, Stendra.

Die Titel von Rite Aid brachen dagegen um rund 18 Prozent ein. Die US-Apothekenkette hatte zum zweiten Mal binnen weniger Monate ihre Geschäftsziele kassiert.

Auch enttäuschende Konjunkturdaten konnten die gute Stimmung an der New Yorker Börse nicht verhageln. Der US-Immobilienmarkt erhielt im August einen Dämpfer. Die Zahl neu begonnener Wohnungsbauten fiel laut Handelsministerium um 14,4 Prozent auf eine Jahresrate von 956.000 Einheiten. Dies war der größte Rückgang seit April 2013.

Die Lage der US-Industrie in einer ihrer Schlüsselregionen verschlechterte sich überraschend deutlich. Der Konjunkturindex der Notenbank von Philadelphia fiel im September auf 22,5 von 28,0 Zählern. Von Reuters befragte Analysten hatten mit einem Rückgang auf 23 Punkte gerechnet.

In Frankfurt verabschiedete sich der Dax mit einem Plus von 1,4 Prozent bei 9798,13 Punkten in den Feierabend. Der EuroStoxx50 gewann 1,1 Prozent auf 3271,37 Zähler.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 680 Millionen Aktien den Besitzer. 1845 Werte legten zu, 1200 gaben nach und 137 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 1,75 Milliarden Aktien 1622 im Plus, 1083 im Minus und 124 unverändert.

Die US-Kreditmärkte präsentierten sich uneinheitlich. Die zehnjährigen Staatsanleihen verloren 10/32 auf 97-24/32. Die Rendite stieg auf 2,634 Prozent. Der 30-jährige Bond rückte dagegen 1/32 auf 95-17/32 vor und rentierte mit 3,364 Prozent. Händler passten ihre Portfolios nach den Aussagen der Notenbank Fed zur Zinspolitik an.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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