Börse New York: Kauflaune dank positiver Konjunkturdaten

Börse New York
Kauflaune dank positiver Konjunkturdaten

Was paradox klingt, macht zumindest kurzfristig Sinn. Denn viele Anleger in und außerhalb der USA setzen nun auf weitere Kapitalspritzen der Notenbanken. An der Wall Street gibt das den Werten Auftrieb.

New YorkErmutigende Konjunkturdaten haben am Dienstag der Wall Street einen Schub gegeben. Für Kauflaune unter Investoren sorgte der Anstieg des Stimmungsbarometers der Einkaufsmanager aus der US-Industrie. Zudem stiegen die US-Bauausgaben im Januar auf das höchste Niveau seit 2007. "Die Dinge stehen nicht so schlecht wie wir dachten, und das wird uns nun bewusst", sagte Anlagestratege Brad McMillan vom Handelshaus Commonwealth Financial Network. Dies dürfte allerdings auch eine Rolle spielen in den Überlegungen der US-Notenbank, wann der Zeitpunkt für eine weitere Zinsanhebung gekommen ist.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte ging 2,1 Prozent fester aus dem Handel bei 16.865 Punkten. Der breiter gefasste S&P legte 2,4 Prozent auf 1978 Zähler zu. Der Index der Technologiebörse Nasdaq gewann 2,9 Prozent auf 4690 Stellen. In Frankfurt schloss der Dax 2,3 Prozent höher bei 9717 Punkten.

An der Wall Street zählten insbesondere Finanz - und Technologiewerte zu den Gewinnern. Im Blick standen zudem Autoaktien. Auslöser waren überzeugende US-Absatzzahlen im Februar. Fiat Chrysler zogen 7,2 Prozent an, Ford 4,6 Prozent und General Motors 1,9 Prozent.

Der Kurs von Honeywell schoss 4,5 Prozent in die Höhe. Anleger reagierten erleichtert darauf, dass der Industriekonzern seine Pläne für eine gut 90 Milliarden Dollar schwere Übernahme des Rivalen United Tech zurückzog. United-Tech-Papiere verbilligten sich dagegen um 1,6 Prozent.

Die Aktien des Börsenbetreibers Intercontinental Exchange (ICE) büßten 2,7 Prozent ein. Das Unternehmen erwägt nach eigenen Angaben eine Gegenofferte für die Londoner Börse, die mit der Deutschen Börse fusionieren will.

An der New Yorker Börse wechselten rund 1,13 Milliarden Aktien den Besitzer. 2550 Werte legten zu, 533 gaben nach und 86 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 2,07 Milliarden Aktien 2117 im Plus, 690 im Minus und 130 unverändert.

Die Konjunkturdaten drückten die Kurse der US-Staatsanleihen. Die zehnjährigen Papiere fielen um 24/32 auf 98-06/32. Sie rentierten mit 1,82 Prozent. Die 30-jährigen Bonds sanken um 1-22/32 auf 95-29/32 und hatten eine Rendite von 2,7 Prozent.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur
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