Börse New York
Kaum Bewegung an den US-Börsen

Überraschend starke US-Arbeitsmarktdaten haben am Freitag die US-Börsen zunächst angeschoben. Von den Gewinnen war im Handelsverlauf aber bald nichts mehr übrig. Jetzt wird auf die Zinsanhebung gewartet.
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New YorkDie US-Börsen haben am Freitag wenig verändert tendiert. Überraschend starke US-Arbeitsmarkdaten und die damit verbundene Erwartung einer US-Zinsanhebung in der kommenden Woche hatten die Wall Street zum Handelsstart zwar deutlich angeschoben. Im Handelsverlauf bröckelten die Gewinne aber wieder ab. Händler schlossen inzwischen nicht mehr aus, dass die US-Notenbank angesichts der robusten Konjunktur und der erwarteten Maßnahmen von US-Präsident Donald Trump zur weiteren Anfachung der Wirtschaft insgesamt vier Zinsanhebungen 2017 plant.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte pendelte im Verlauf zwischen einem Hoch von 20.940 und einem Tief von 20.827 Punkten. Er schloss mit einem Plus von 0,2 Prozent auf 20.905 Punkten. Der breiter gefasste S&P-500 stieg um 0,3 Prozent auf 2372 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq rückte um 0,4 Prozent auf 5862 Stellen vor. Auf Wochensicht ergibt sich für den Dow ein Minus von 0,5, für den S&P von 0,4 und für die Nasdaq von 0,2 Prozent. In Frankfurt hatte sich der Dax zuvor 0,1 Prozent schwächer verabschiedet.

Den am Freitag vor Börsenbeginn veröffentlichten US-Job-Daten zufolge schufen private Unternehmen und der Staat im Februar insgesamt 235.000 Stellen, Experten hatten mit nur 190.000 gerechnet. Die Erwerbslosenquote sank auf 4,7 Prozent. Damit herrscht faktisch Vollbeschäftigung, was das erklärte Ziel der US-Notenbank ist. Anleger sind sich nun nahezu sicher, dass die Federal Reserve Mitte kommender Woche die Zinsen anheben wird. Zudem werden sie auf mögliche Andeutungen von Notenbank-Chefin Janet Yellen im Anschluss an die Zinsmitteilung achten, ob die die Fed angesichts der robusten Wirtschaft ihre Geldpolitik aggressiver verschärfen könnte als bislang erwartet.

Fusionsgerüchte sorgten für Kurszuwächse bei Ölkonzernen: Der Londoner „Evening Standard“ berichtete, Exxon könnte versuchen, BP zu kaufen. BP und Exxon wollten sich dazu nicht äußern. Die Exxon-Papiere verloren 0,1 Prozent, die in London gelisteten Papiere der britischen BP stiegen um 3,7 Prozent.

Aktien von Finisar gaben 23 Prozent nach. Der Netzwerkausrüster hatte unerwartet schwache Quartalszahlen und auch einen unter den Prognosen liegenden Ausblick vorgelegt.

Papiere von Southwest Airlines verloren 0,9 Prozent. Die viertgrößte US-Airline hatte sich pessimistischer als bislang zu den Erwartungen für das laufende Quartal geäußert.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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