Börse New York
Kaum Veränderungen an der Wall Street

An den US-Börsen fehlten am Dienstag die Impulse. Die Wall Street tendierte zwischen zeitlich leicht abwärts, schloss dann aber fast unverändert. Interesse gab es zum Handelsschluss nur für Aktien von JP Morgan.
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New YorkAn den US-Aktienmärkten sind die Anleger nach der jüngsten Rekordjagd vorsichtiger geworden. Die Wall Street schloss am Dienstag insgesamt etwas schwächer. "Es gibt keine Neuigkeiten, die den Markt nach oben treiben, aber auch keine Optionen für die Investoren, ihr Geld anderswo anzulegen", sagte Rick Meckler, Präsident der Investmentfirma LibertyView Capital Management.

Gegen Handelsschluss richtete sich das Interesse der Börsianer auf die milliardenschwere Einigung von JP Morgan Chase im Hypothekenstreit mit der Regierung in Washington. Die Anleger reagierten erleichtert, dass das Institut den Zwist hinter sich lassen will und griffen bei JP Morgan-Aktien zu.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte pendelte im Verlauf zwischen einem Hoch von 16.025 und einem Tief von 15.943 Punkten. Er verabschiedete sich knapp 0,1 Prozent leichter auf einem Stand von 15.967 Stellen. Der breiter gefasste S&P 500 fiel um 0,2 Prozent auf 1787 Zähler. Beim Index der Technologiebörse Nasdaq betrug das Minus 0,4 Prozent auf 3931 Punkte. In Frankfurt gab der Dax 0,4 Prozent auf 9193 Stellen nach.

"Der Markt wird wahrscheinlich bis Anfang kommenden Jahres auf diesem Niveau bleiben", sagte Meckler von LibertyView. Dann dürfte die US-Notenbank entscheiden, wann der richtige Zeitpunkt gekommen sei, um mit dem Ausstieg aus der ultralockeren Geldpolitik anzufangen. Neue Hinweise soll das Sitzungsprotokoll der jüngsten Fed-Zinssitzung liefern, das am Mittwoch veröffentlicht wird.

Steil abwärts ging es am Dienstag mit den Titeln von Best Buy, die fast elf Prozent abrutschten. Der Einzelhändler kehrte zwar dank seiner Sparbemühungen in die schwarzen Zahlen zurück. Doch Anleger sorgten sich um das Weihnachtsgeschäft.

JPMorgan gewannen gegen den Trend 0,7 Prozent. Das Institut räumte Fehlverhalten beim Verkauf umstrittener Produkte ein, die als Auslöser der weltweiten Finanzkrise gelten. Mit 13 Milliarden Dollar blättert die Bank für den Vergleich eine Rekordsumme hin, hat aber nach eigenen Angaben 23 Milliarden Dollar für Rechtsstreitigkeiten beiseitegelegt.

Auch die Papiere von Home Depot standen im Interesse. Der Kurs der Baumarktkette stieg um 0,9 Prozent und half, die Verluste des Dow einzudämmen. Das Unternehmen übertraf im abgelaufenen Quartal die Erwartungen und hob seine Geschäftsziele für das Gesamtjahr an.

Eine große Nachfrage gab es nach den Aktien von Tesla Motors, die 3,7 Prozent stiegen. Die US-Verkehrssicherheitsbehörde hat mit einer Untersuchung begonnen, da zuletzt drei Fahrzeuge des Elektroauto-Herstellers in Brand geraten waren. Anleger kauften dennoch die Papiere, nachdem diese im November fast ein Viertel ihres Wertes verloren hatten.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 645 Millionen Aktien den Besitzer. 905 Werte legten zu, 2072 gaben nach, und 124 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von gut 1,7 Milliarden Aktien 947 Titel im Plus, 1616 im Minus und 80 unverändert.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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