Börse New York: Konjunktur stimmt Wall-Street besorgt

Börse New York
Konjunktur stimmt Wall-Street besorgt

Auch in New York setzt sich der Abwärtstrend des Vortages fort. Nach schwachen chinesischen Konjunkturdaten fürchten Börsianer, dass die Fed mit weiteren Hilfskürzungen die Erholung der Weltwirtschaft abwürgen könnte.
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New YorkDie Furcht vor einem Abschwung der Weltwirtschaft hat die New Yorker Börsen auch zum Wochenausklang belastet. Zusätzlich drückte am Freitag die Spekulation darüber die Kurse, dass die US-Notenbank in der kommenden Woche ihre milliardenschweren Konjunkturstützen weiter zurückfahren wird.

Für Verunsicherung sorgte zudem die Währungskrise in Argentinien. Überraschend starke Quartalszahlen von Schwergewichten wie Microsoft konnten die Stimmung der Anleger kaum aufhellen. Die führenden Indizes bauten ihre Verluste vom Vortag zu Handelsbeginn aus:

Nach schwachem Start lies der Dow-Jones-Index der Standardwerte weiter nach und fiel um 1,2 Prozent auf 16.010 Punkte. Der breiter gefasste S&P-500 sank um 1,4 Prozent auf 1803 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq verlor 1,6 Prozent auf 4148 Punkte.

Die Enttäuschung über Konjunkturdaten aus China und den USA vom Vortag hielt an. Vor diesem Hintergrund sorgten sich die Anleger, dass die US-Notenbank Fed mit einer weiteren Drosselung ihrer Geldflut am Mittwoch die Erholung der Wirtschaft abwürgen könnte.

„Wenn sich eine Abkehr der Fed von der Politik des billigen Geldes abzeichnet, kehren viele Anleger dem Aktienmarkt den Rücken und wechseln zum Anleihe-Markt und seinen garantierten Renditen“, sagte Ken Polcari vom Wertpapierhändler O'Neil Securities.

Zudem entpuppte sich Argentinien als ein neuer Risikofaktor, denn wegen der galoppierenden Inflation wechseln dort immer mehr Bürger ihr Geld in Dollar. Der Peso setzte seine Talfahrt fort, nachdem er am Donnerstag am Interbanken-Markt um 20 Prozent eingebrochen war und damit den größten Tagesverlust seit der argentinischen Finanzkrise von 2002 erlitten hatte. In seinem Sog gerieten auch Währungen anderer Schwellenländer wie der brasilianische Real unter Verkaufsdruck.

Wegen guter Bilanzzahlen konnte sich bei den Einzelwerten vor allem Microsoft gegen den Abwärtstrend stemmen. Dank einer starken Nachfrage nach Programmen für Geschäftskunden und der neuen Spielekonsole Xbox machte der Softwareriese überraschend gute Geschäfte im Weihnachtsquartal. Der Gewinn stieg um drei Prozent auf 6,6 Milliarden Dollar und hievte die Aktie in der Spitze um 3,3 Prozent in die Höhe.

Für Procter & Gamble ging es um 3,3 Prozent nach oben. Zwar musste der weltgrößte Konsumgüterkonzern im abgelaufenen Quartal einen Gewinnrückgang hinnehmen. Der Hersteller von Pampers-Windeln und Wella-Haarpflege hielt aber an seiner Umsatz- und Gewinn-Prognose fest.

Ein überraschender Gewinnrückgang schickt dagegen die Titel von Xerox in den Keller - sie brachen um rund zwei Prozent ein.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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