Börse New York
Konjunktur, Zinspolitik und Bilanzen stützen US-Börsen

Seit Tagen feiern die US-Börsen neue Rekorde. Börsianer setzten auch heute auf weiter steigende Kurse. Das billige Geld der US-Notenbank fließt weiterhin und der Konjunktur geht es wohl besser als gedacht.
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New YorkDie US-Börsen setzen ihre Rally auch zum Wochenschluss fort. Der Mix aus zumeist starken Bilanzzahlen der Firmen, dem Anleihen-Kaufprogramm der US-Notenbank, den Zinsen nahe null und freundlichen Konjunkturdaten stützte den Markt. Händlern zufolge schichten Anleger allerdings mehr und mehr von eher defensiven Werten wie Energieversorgern in Aktien von Technologiefirmen um. Dies half vor allem der Nasdaq. Allein die Google -Aktie stieg am Freitag um ein Prozent.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte legte zum Handelsschluss 0,2 Prozent zu auf 15.118 Punkte. Im Verlauf pendelte der Leitindex 15.038 und 15.118 Stellen. Der breiter gefasste S&P-500 lag 0,4 Prozent im Plus bei 1633 Zählern. Der Index der technologielastigen Nasdaq gewann 0,8 Prozent auf 3436 Stellen. Auf Wochensicht ergab sich für den Dow ein Aufschlag von einem Prozent, für den S&P von 1,2 Prozent und für die Nasdaq von 1,7 Prozent. Es war die dritte Woche in Folge, die die US-Börsen mit Gewinnen beendeten. In Frankfurt schloss der Deutsche Aktienindex 0,2 Prozent fester mit 8278 Punkten.

Da große Indizes wie der S&P-500 und der Dow auf Rekordhöhen stehen, mahnen manche Anleger seit Tagen zur Vorsicht. Bislang allerdings gab es keine größeren Rückschläge und viele Händler setzen auf weiter steigende Kurse. Dazu tragen auch die jüngsten US-Arbeitsmarktdaten bei. So war am Donnerstag die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe in den USA auf den tiefsten Stand seit fast fünfeinhalb Jahren gesunken.

Auch die Quartalszahlen der Unternehmen sind überwiegend ermutigend. Bislang haben 89 Prozent der Firmen aus dem S&P-500 ihre Bilanz vorgelegt. Dabei übertrafen 66,7 Prozent der Firmen die Gewinn-Erwartungen. Der langjährige Durchschnitt liegt bei nur 63 Prozent. Beim Umsatz hingegen haben bislang lediglich 46,4 Prozent der Unternehmen besser abgeschnitten als gedacht. Hier liegt der Durchschnitt bei 62 Prozent.

Aktien von Boeing gaben am Freitag 0,4 Prozent nach. Der Airbus-Rivale hat nach den Batterie-Problemen seiner 787-Dreamliner die Produktion umgestellt, wodurch mehr Maschinen als bislang erwartet ausgeliefert werden könnten.

Dell-Papiere stiegen um ein Prozent. Um den PC-Hersteller bahnt sich ein Bieter-Wettkampf an. Auch die beiden Dell-Großaktionäre Carl Icahn und Southeastern haben dem Dell-Vorstand ein Angebot für das Unternehmen vorgelegt. Bislang gab es lediglich eine Offerte des Firmengründers Michael Dell im Volumen von rund 24 Milliarden Dollar.

Nvidia -Aktien stiegen um 4,5 Prozent. Der Hersteller von Grafik-Chips für Computer hatte zuvor einen unerwartet deutlichen Gewinnzuwachs ausgewiesen.

Um 49 Prozent abwärts ging es mit den Aktien von Pain Therapeutics wegen der unsicheren Zukunft seines Schmerzmedikaments Remoxy. Pains Marketingpartner bei Remoxy, Pfizer, hatte zuvor erklärt, es sei noch keineswegs klar, ob Pfizer den weiteren Weg für die Zulassung des Mittels mitgehe. In der vergangenen Woche waren Pain-Aktien um mehr als 40 Prozent gestiegen, nachdem Pfizer erklärt hatte, mit den Zulassungsbehörden in Gesprächen über Remoxy zu sein.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 630 Millionen Aktien den Besitzer. 1884 Werte legten zu, 1090 gaben nach und 122 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 1,68 Milliarden Aktien 1655 im Plus, 835 im Minus und 96 unverändert.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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  • Die Steuern und Abgaben müssen runter auf eine max. Staatsquote von 30%. Durch Deckelung der Personalkosten für Staatsbedienstete auf 100 Mia EUR können wir 60 Mia EUR einsparen. Davon investieren wir 30 Mia für Steuersenkungen und 30 Mia für den Schuldenabbau. Erst dann lohnt es sich wieder zu arbeiten in dieser Beamtendiktatur BRD !

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