Börse New York : Konjunkturängste und Öl drücken Wall Street ins Minus

Börse New York
Konjunkturängste und Öl drücken Wall Street ins Minus

An der Wall Street blieb die Stimmung nach dem China-Schock gedrückt. Für Unruhe unter den Anlegern sorgte auch der fallende Ölpreis. Wegen eines Zeitungsberichts aus Japan gerieten vor allem Apple-Aktien unter Druck.

New YorkSorgen um die chinesische Wirtschaft und ein weiterer Rückgang der Öl-Preise haben die US-Börsen am Mittwoch deutlich ins Minus gedrückt. Zudem sorgte Nordkoreas angebliche Zündung einer Wasserstoffbombe für Unruhe.

Auch die während des Handels veröffentlichten Protokolle der US-Notenbank zur jüngsten Zinssitzung gaben den Anlegern keinen Grund zur Freude: Einige Fed-Mitglieder zeigten sich darin besorgt, dass die Inflation auf einem niedrigen Niveau verharren könnte.

Der Dow-Jones-Index schloss bei 16.906 Punkten fast 1,5 Prozent im Minus. Der breiter gefasste S&P-500 tendierte mit 1990 Zählern 1,3 Prozent tiefer. Die Technologiebörse Nasdaq gab knapp 1,1 Prozent auf 4835 Stellen nach. Der Dax verlor 0,9 Prozent auf 10.214 Punkte.

Bereits am Montag hatten Stimmungsdaten aus Chinas Industrie enttäuscht und die Börsen weltweit auf Talfahrt geschickt. Zur Wochenmitte sorgten Daten aus der Dienstleistungsbranche für weitere Ernüchterung. Die chinesischen Wachstumsaussichten hätten sich „eindeutig eingetrübt“, kommentierte Hao Zhou, Analyst bei der Commerzbank. Zur Überraschung vieler Anleger ließ Chinas Notenbank eine deutliche Abwertung der Landeswährung Yuan zu.

Bei den Einzelwerten standen besonders Technologiewerte im Fokus. Apple -Titel schlossen fast zwei Prozent im Minus, nachdem eine Zeitung berichtet hatte, die Produktion des iPhones werde gedrosselt. Zwischenzeitlich fiel der Kurs der Kalifornier zum ersten Mal seit August unter 100 Dollar, um dann bei 100,70 Dollar zu schließen.

Die Aktien amerikanischer Ölkonzerne litten unter dem deutlichen Preisrückgang für den wichtigen Rohstoff. Der Preis der Öl-Sorte Brent fiel zeitweilig auf den niedrigsten Stand seit 2004. Auch die vergangene Woche überraschend gesunkenen US-Rohölreserven konnten die Ölpreise nicht stützen. Die Chevron-Titel waren mit einem Kursverlust von 3,95 Prozent Schlusslicht im Dow Jones, während sich ExxonMobil mit minus 0,83 Prozent klar besser hielten. Außerhalb des Leitindex büßten ConocoPhillips 4,32 Prozent ein.

Für die Papiere von Halliburton ging es um 2,85 Prozent bergab. Der Öldienstleister ließ laut der Nachrichtenagentur Bloomberg eine Frist bei der europäischen Kartellbehörde wegen der Übernahme des auch in Europa tätigen Rivalen Baker Hughes verstreichen. Dessen Aktien verbilligten sich um 4,94 Prozent.

Kräftig nach oben ging es dagegen für die Papiere von Netflix. Der Online-Videodienst kündigte an, nun in fast allen Ländern der Erde Filme und Serien anzubieten. Netflix-Titel schlossen 9,3 Prozent höher.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 1,05 Milliarden Aktien den Besitzer. 779 Werte legten zu, 2314 gaben nach und 115 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 2,15 Milliarden Aktien 812 im Plus, 2019 im Minus und 143 unverändert.

Bei den US-Staatsanleihen stand das Fed-Protokoll im Fokus. Die zehnjährigen Papiere stiegen um 20/32 auf 100-20/32. Sie rentierten mit 2,18 Prozent. Die 30-jährigen Bonds stiegen um 1-12/32 auf 101-5/32 und hatten eine Rendite von 2,94 Prozent.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur
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