Börse New York
Konjunkturaussichten beflügeln US-Anleger

Positive Konjunkturdaten und gute Unternehmenszahlen haben die Kurse an der Wall Street am Mittwoch nach oben getrieben. Die Bank of America überraschte die Investoren mit einer deutlichen Gewinnsteigerung.
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New YorkErfreuliche Aussagen der Weltbank und positive Nachrichten von der US-Konjunktur sowie der Bank of America haben die Kurse an der Wall Street am Mittwoch weiter hochgetrieben. Der Leitindex Dow Jones Industrial baute sein Vortagesplus um 0,66 Prozent auf 16 481,94 Punkte aus. Der S&P-500-Index schloss mit plus 0,52 Prozent auf 1848,38 Punkten auf einem Rekordhoch. Im Verlauf stieg er bis auf 1850,84 Zähler und erreichte damit den höchsten Stand seiner Geschichte. Der Nasdaq 100 erreichte mit einem Aufschlag von 0,82 Prozent auf 3609,84 Punkten ein 13-Jahreshoch.

Die Aussichten für die globale Wirtschaft sind laut Weltbank so gut wie lange nicht mehr. Das Wachstum der Schwellen- und Entwicklungsländer stabilisiere sich wieder und die Industriestaaten befreiten sich aus ihrer jahrelangen Krise, hieß es. Unter den US-Konjunkturdaten fand vor allem der Empire-State-Index Beachtung. Demnach hatte sich die Stimmung im Verarbeitenden Gewerbe des Bundesstaates New York im Januar überraschend stark aufgehellt und war auf den höchsten Wert seit mehr als anderthalb Jahren gestiegen. Keine allzu große Beachtung hingegen fand das Beige Book. Laut der Notenbank Fed hat sich das Wachstum in den USA zum Jahresende hin offenbar etwas verstärkt.

Nachdem bereits tags zuvor die Großbank JPMorgan etwas besser als erwartete Zahlen zum vierten Quartal 2013 veröffentlicht hatte, legte nun die Bank of America nach. Das Finanzinstitut, dessen Aktie im September aus dem Dow-Jones-Index entfernt wurde, erntete die Früchte seines harten Sparkurses und einer besser laufenden US-Wirtschaft: Der Gewinn verdreifachte sich 2013 beinahe. Die Anleger honorierten dies. Die Aktien sprang um 2,27 Prozent auf 17,15 US-Dollar hoch. Bei 17,42 Dollar erklommen sie zeitweise den höchsten Stand seit Mai 2010. Die JPMorgan-Titel gewannen 3,03 Prozent.

Die US-Autowerte blieben wegen der Branchenmesse in Detroit weiter im Fokus: Die GM-Aktien gaben um 1,60 Prozent nach. Die Ankündigung einer ersten Dividendenausschüttung seit 2008 wurde von Aussagen zur Geschäftsentwicklung 2014 überschattet. Die frisch angetretene GM-Chefin Mary Barra rechnet in ihrem ersten Jahr an der Spitze des Opel-Mutterkonzerns mit einem steigenden Gewinn, das operative Ergebnis dürfte sich aber nur „leicht verbessern“.

Die Papiere von Ford hingegen gewannen 1,83 Prozent. Konzernchef Alan Mulally bleibt für den Heimatmarkt zuversichtlich und sieht auch in Europa Lichtblicke. Zudem sprach er von großen Fortschritten bei der Umstrukturierung und der Einführung neuer Modelle. Das Ziel, 2015 wieder schwarze Zahlen zu schreiben, rücke näher.

Die Apple-Aktien verteuerten sich im Nasdaq-Auswahlindex um 2,01 Prozent. Die vereinbarte Kooperation mit China Mobile umfasst deutlich mehr als den iPhone-Vertrieb. Anklang finde vor allem, dass auch eine breit angelegte Zusammenarbeit vereinbart worden sei, sagte ein Händler zu den Kursgewinnen von Apple.

Der Euro pendelte im US-Handel um die Marke von 1,36 Dollar. Zum Handelsschluss an der Wall Street notierte er bei 1,3606 Dollar und damit auf dem Niveau, das die Europäische Zentralbank (EZB) zuvor als Referenzkurs festgelegt hatte. Der Dollar kostete damit 0,7350 (0,7317) Euro. Am Rentenmarkt fielen richtungweisende zehnjährige Anleihen um 3/32 Punkte auf 98 27/32 Punkte und rentierten mit 2,88 Prozent.

Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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