Börse New York
Konjunkturdaten beflügeln US-Aktienmärkte

Die New Yorker Börsen haben dank positiver Nachrichten vom US-Immobilienmarkt zum Wochenschluss kräftig zugelegt. Zu den Gewinnern zählten angesichts der Konjunkturdaten die Aktien der Baukonzerne.

HB NEW YORK. In den USA sind im Juli soviel bestehende Eigenheime verkauft worden wie seit Beginn der Finanzkrise nicht mehr. Das stärkte die Hoffnung der Anleger auf eine Konjunkturerholung. In Kauflaune versetzten die Börsianer auch Äußerungen von US-Notenbankchef Ben Bernanke, wonach mit einer baldigen Rückkehr der Weltwirtschaft zum Wachstum zu rechnen ist. „Wir haben die Woche mit vielen Zweifeln begonnen und wir beenden sie mit Zuversicht“, sagte ein Analyst. US-Leichtöl verteuerte sich wegen des gestiegenen Konjunkturoptimismus um etwa ein Dollar auf knapp 74 Dollar je Barrel und erreichte damit den höchsten Stand seit zehn Monaten.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte ging 1,7 Prozent höher bei 9505 Punkten aus dem Handel, nachdem er im Verlauf zwischen 9347 und 9519 Zählern gependelt war. Der breiter gefasste S&P-500 gewann 1,9 Prozent auf 1026 Zähler. Auch der Index der Technologiebörse Nasdaq legte 1,6 Prozent auf 2020 Punkte zu. Für die gesamte Handelswoche ergibt sich damit bei allen drei Indizes ein Plus von rund zwei Prozent. In Frankfurt schloss der Dax am Freitag 2,9 Prozent fester bei 5462 Punkten.

Zu den Gewinnern in New York zählten angesichts der überraschend guten Daten vom Immobilienmarkt die Aktien der Baukonzerne: Die Papiere von D.R. Horton und Toll Brothers legten jeweils um rund 3,5 Prozent zu. Auch Bankenwerte profitierten. Die Citigroup-Aktie schloss 4,9 Prozent fester. Bei den Technologiewerten tendierten die Aktien von Oracle 0,8 Prozent höher, nachdem die US-Kartellbehörden die Übernahme des Server-Herstellers Sun Microsystems genehmigt hatten.

Die Papiere des Börsenschwergewichts Caterpillar kletterten um knapp vier Prozent. Der weltgrößte Baumaschinenhersteller und der US-Nutzfahrzeughersteller Navistar verhandeln laut Kreisen mit dem chinesischen Autobauer Anhui Jianghuai Automobile über eine Gemeinschaftsfirma. Sie wollen demnach auf dem milliardenschweren Lkw-Markt in China Fuß fassen.

Ein Minus von 0,4 Prozent verzeichneten dagegen die Anteilsscheine des PC-Herstellers Dell, obwohl der Konzern in der Computerbranche 2010 wieder deutliche Gewinne erwartet.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 1,48 Milliarden Aktien den Besitzer. 2459 Werte legten zu, 577 gaben nach und 98 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 2,28 Milliarden Aktien 1972 im Plus, 709 im Minus und 127 unverändert.

An den US-Kreditmärkten fielen die zehnjährigen Staatsanleihen um 36/32 auf 100-15/32. Sie rentierten mit 3,569 Prozent. Die 30-jährigen Bonds büßten 69/32 ein auf 102-4/32 und hatten eine Rendite von 4,371 Prozent.

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