Börse New York
Konjunkturdaten belasten den Dow Jones

Damit hatten die Ökonomen nicht gerechnet: Der ISM-Index für die US-Industrie ist überraschend stark gesunken. Auch der Ölpreis belastete die Kurse – einer Branche gab er allerdings Auftrieb.
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New YorkDer gesunkene Ölpreis und Unsicherheit über die wirtschaftliche Verfassung Chinas haben die Wall Street zu Beginn der neuen Woche belastet. Besonders Energiewerte warfen die Anleger am Montag aus ihren Depots nachdem der Ölpreis wegen des wachsenden Überangebots unter Druck geriet.

Jüngste Konjunkturdaten lieferten ebenfalls keinen Schwung. Die US-Verbraucher hatten ihren Konsum im Juni nur geringfügig gesteigert. Zudem verlangsamte die US-Industrie ihr Wachstumstempo im Juli. Das Stimmungsbarometer der chinesischen Einkaufsmanager aus der Industrie trug ebenfalls zum Abwärtstrend der US-Börsen bei. Es war im Juli auf ein Zwei-Jahres-Tief von 47,8 Punkten gefallen. Damit signalisierte es eine schrumpfende Wirtschaft in China.

Der Dow-Jones-Index für die Standardwerte ging mit einem Minus von 0,5 Prozent bei 17.598 Punkten aus dem Handel. Der breiter gefasste S&P 500 gab 0,3 Prozent auf 2098 Zähler nach. Der Index der Technologiebörse Nasdaq verlor 0,25 Prozent auf 5115 Stellen.

In Europa schoben dagegen ermutigende Firmenbilanzen die Aktienmärkte an. Der Dax schloss 1,2 Prozent fester bei 11.443 Punkten, der EuroStoxx ging ein Prozent höher bei 3635 Zählern aus dem Handel. Der Einbruch der Athener Börse nach einer fünfwöchigen Zwangspause um bis zu 25 Prozent ließ die Anleger kalt.

An der Wall Street warten die Investoren nun gespannt auf den US-Arbeitsmarktbericht am Freitag. Je näher ein möglicher Zinsschritt im September rücke, desto genauer beäugten Anleger Wirtschaftsdaten, sagte Marktanalyst Jasper Lawler vom Broker CMC Markets UK.

Dabei könne es zu größeren Kursschwankungen kommen. Die US-Notenbank Fed hatte jüngst angedeutet, dass es vor einer ersten Zinserhöhung nach der Finanzkrise einige weitere Verbesserungen am Arbeitsmarkt brauche.

Nach Reuters-Daten stieg die Ölförderung der Opec-Staaten im Juli auf den höchsten Stand seit Beginn der Aufzeichnungen 1997. Schon derzeit werden rund drei Millionen Fässer täglich mehr Öl gefördert als verbraucht wird. Mit einem Abschlag von fünf Prozent auf 49,59 Dollar je Fass näherte sich die Nordseesorte Brent dem Mitte Januar erreichten Sechs-Jahres-Tief von 45,19 Dollar. WTI verlor 3,7 Prozent auf 45,39 Dollar.

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  • Schrecklich, wenn es nicht wieder steigt.

  • Bei mir ist auch überraschend so einiges gesunken

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