Börse New York
Konjunkturdaten belasten Wall Street-Handel

In New York halten sich die Anleger auch am Dienstag zurück. Konjunkturdaten drücken den Handel. Dow Jones & Co. schließen im Minus. Spekulationen über die nahende Zinswende in den USA sorgen für Verkaufsdruck.
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New YorkNeue Konjunkturdaten haben die US-Börsen am Dienstag belastet. Die Verbraucherpreise zogen im Februar zum Vormonat um 0,2 Prozent an. Dies schürte Spekulationen, dass die Zinswende in den USA schneller als erwartet kommen könnte.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss 0,6 Prozent tiefer auf 18.011 Punkten. Der breiter gefasste S&P-500 verlor 0,6 Prozent auf 2091 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq gab 0,3 Prozent auf 4994 Punkte nach.

Im Fokus der Anleger standen vor allem Unternehmen aus der zweiten oder dritten Reihe. Digital Ally legten um mehr als elf Prozent zu. Der Polizei-Ausrüster steigerte den Umsatz im vierten Quartal um 55 Prozent.

Die milliardenschwere Ausgabe neuer Anleihen und Aktien schickte Whiting Petroleum auf Talfahrt. Die Aktien des größten Ölförderers im US-Bundesstaat North Dakota brachen um fast 20 Prozent ein. Das Unternehmen will 35 Millionen neue Aktien ausgeben. Darüber hinaus sollen Wandelanleihen und klassische Anleihen im Gesamtvolumen von 1,75 Milliarden Dollar ausgegeben werden. Mit dem frischen Geld will Whiting einen Teil des 5,6 Milliarden Dollar hohen Schuldenbergs abtragen, der sich durch die Übernahme des Rivalen Kodiak Oil & Gas aufgetürmt hat.

Gefragt waren die Dividendenpapiere von Google mit einem Kursaufschlag von 2,1 Prozent. Der US-Internetkonzern holt die Investmentbankerin Ruth Porat von Morgan Stanley als Finanzchefin an Bord. Porat soll ihren Posten bei dem Suchmaschinenbetreiber am 26. Mai antreten. Auch bei der amerikanischen Großbank ist sie derzeit für die Finanzen verantwortlich. Morgan-Stanley-Anteilsscheine gaben leicht nach.

Ermuntert von überraschend guten Aussichten für die heimische Konjunktur griffen die Anleger an den europäischen Aktienmärkten wieder zu. Der Dax stieg um ein Prozent auf 12.005,69 Punkte. Der EuroStoxx50 legte um 0,9 Prozent auf 3731,35 Punkte zu.

Einer Umfrage des Markit-Instituts unter 4000 Industriebetrieben und Dienstleistern zufolge wuchs die Wirtschaft im Euro-Raum so stark wie seit Mai 2011 nicht mehr. "Die Daten zeigen, dass Europa auf dem richtigen Weg ist", sagte ein Händler.

"Die Euro-Aktienmärkte bleiben gut unterstützt." Wer bislang noch nicht investiert habe, müsse dies bald tun. Dafür spreche auch der hohe Anstieg der Dividenden für 2014. Der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Ernst&Young zufolge stieg die Dividendensumme der 30 Dax-Konzerne zum Vorjahr um zehn Prozent.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 750 Millionen Aktien den Besitzer. 1317 Werte legten zu, 1708 gaben nach und 147 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 1,61 Milliarden Aktien 1283 im Plus, 1415 im Minus und 167 unverändert.

Die US-Kreditmärkte legten zu. Die zehnjährigen Staatsanleihen gewannen 8/32 auf 99-23/32. Die Rendite fiel auf 2,532 Prozent. Der 30-jährige Bond zog um 16/32 auf 100-11/32 an und rentierte mit 3,357 Prozent. Händler erklärten die Aufschläge mit den Erwartungen der Investoren, dass die Inflation auf absehbare Zeit niedrig bleiben wird.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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