Börse New York
Konjunkturdaten helfen Dow Jones nur wenig

Positive Konjunkturdaten haben den US-Börsen zum Wochenausklang leichte Gewinne beschert, den Leitindex jedoch kaum verändert. Das Vertrauen der amerikanischen Verbraucher hellte sich überraschend auf, zudem sank das Handelsdefizit deutlicher als erwartet.
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HB NEW YORK. Positive Konjunkturdaten haben den US-Börsen zum Wochenausklang Gewinne beschert. Das Vertrauen der amerikanischen Verbraucher hellte sich überraschend auf, zudem sank das Handelsdefizit deutlicher als erwartet.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte kletterte 0,4 Prozent auf 11 410 Punkte. Im Handelsverlauf pendelte der Index zwischen 11 357 und 11 413 Zählern. Der breiter gefasste S&P-500 gewann 0,6 Prozent auf 1240 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq legte 0,8 Prozent auf 2637 Punkte zu. Im Wochenverlauf gewann der Dow 0,2 Prozent, der S&P 1,3 Prozent und die Nasdaq 1,8 Prozent. In Frankfurt ging der Dax 0,6 Prozent höher bei 7006 Punkten aus dem Handel.

Der von Anlegern und Volkswirten stark beachtete Index von Reuters und der Universität Michigan für das Verbrauchervertrauen stieg für Dezember nach vorläufigen Berechnungen auf 74,2 Punkte von 71,6 Zählern im Vormonat - der höchste Stand seit Juni. Die Konsumausgaben machen rund zwei Drittel der Wirtschaftsleistung der USA aus.

Dank eines kräftigen Anstiegs bei den Exporten sank das US-Außenhandelsdefizit im November auf den niedrigsten Stand seit Jahresbeginn. Zugleich zogen die Importpreise an. Weil die USA mehr konsumieren als sie produzieren, muss die Lücke durch Kapitalzuflüsse aus dem Ausland geschlossen werden.

Auch aus China kamen Konjunkturdaten, die Hoffnung auf einen weltweiten Aufschwung machten. Sowohl Importe als auch Exporte stiegen im November auf Rekordwerte. Zudem beruhigte die Börsianer, dass Chinas Notenbank nicht so kräftig auf die Konjunkturbremse trat wie befürchtet. Einige Analysten rechnen wegen einer Reihe positiver Daten in jüngster Zeit mit einer Rally zum Jahresende.

Auf Unternehmensseite stand unter anderem Tenet Healthcare im Blickpunkt. Das Unternehmen hatte eine 3,3 Milliarden Dollar schwere Übernahme-Offerte von Community Health Systems abgelehnt. Tenet-Aktien schossen 55 Prozent in die Höhe.

Auch Papiere des Medizin-Dienstleisters Beckman Coulter wurden mit einem kräftigen Plus von 26 Prozent gehandelt. Der Konkurrent des Biotechunternehmens Qiagen könnte Kreisen zufolge verkauft werden.

Analysten rechnen mit einem Preis von bis zu fünf Milliarden Dollar - am Donnerstag lag der Börsenwert bei vier Milliarden Dollar.

Die Aktie von General Electric legte 3,4 Prozent zu, nachdem der US-Mischkonzern sein Dividende bereits zum zweiten Mal in diesem Jahr erhöhte.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 970 Millionen Aktien den Besitzer. 1938 Werte legten zu, 1076 gaben nach und 92 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 1,74 Milliarden Aktien 1813 im Plus, 822 im Minus und 129 unverändert.

An den US-Kreditmärkten fielen die zehnjährigen Staatsanleihen um 29/32 auf 94-03/32. Sie rentierten mit 3,3267 Prozent. Die 30-jährigen Bonds verloren 17/32 auf 96-29/32 und hatten eine Rendite von 4,4376 Prozent.

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