Börse New York
Konjunkturdaten schieben US-Börsen an

Die Wall Street präsentiert sich in starker Verfassung. Angetrieben von positiven Arbeitsmarktdaten und der EZB-Zinspolitik greifen US-Anleger zu. Im Fokus stehen vor allem Standardwerte.
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New YorkÜberraschend starke Zahlen vom US-Arbeitsmarkt haben den Standardwerten der New Yorker Börsen zu einem Plus verholfen. In der vergangenen Woche beantragten weniger Menschen erstmals Arbeitslosenhilfe als von Analysten erwartet. Die Zahl fiel um 26.000 auf 323.000. Das war der tiefste Stand seit drei Monaten. Anders als die europäischen Aktienmärkte reagierte die Wall Street zudem positiv auf das Treffen der Europäischen Zentralbank, die Spekulationen auf eine weitere Lockerung ihrer Geldpolitik einen Dämpfer versetzte. Größere Höhenflüge der US-Börsen verhinderte am Donnerstag jedoch die Krim-Krise.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte pendelte im Verlauf zwischen einem Hoch von 16.450 und einem Tief von 16.360 Punkten. Er schloss 0,4 Prozent höher bei 16.421 Punkten. Der breiter gefasste S&P 500 erhöhte sich um 0,2 Prozent auf 1877 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq verlor 0,1 Prozent auf 4352 Zähler. In Frankfurt gab der Dax seine anfänglichen Gewinne fast komplett ab und verabschiedete sich kaum verändert bei 9542 Punkten in den Feierabend.

Draghi betonte auf seiner monatlichen Pressekonferenz, dass die EZB an ihrer lockeren Geldpolitik festhalten werde. Für zusätzliche Maßnahmen gebe es derzeit aber keinen Grund. Devisenstratege Vassili Serebriakov von BNP Paribas sagte: "Das Ausbleiben einer geldpolitischen Lockerung oder anderer Maßnahmen hilft dem Euro, weil es darauf hindeutet, dass die Wirtschaft auf einem guten Weg ist." Die Gemeinschaftswährung stieg auf 1,3859 Dollar.

Für Gesprächsstoff an den Finanzmärkten sorgte weiter der Konflikt Russlands mit der neuen Regierung der Ukraine und dem Westen. "Niemand will einen Krieg führen, und die Russen wollen nicht die Hälfte ihres Marktes wegbrechen sehen", sagte John Manley, Chef-Anlagestratege bei Wells Fargo Funds Management. Deshalb müsse der Konflikt endlich beigelegt werden. Doch die Bemühungen um Entspannung liefen am Donnerstag weitgehend ins Leere.

Bei den New Yorker Einzelwerten standen die Aktien von Staples im Mittelpunkt. Der größte US-Büroartikelhändler hat rasant Kunden an Wal-Mart und Amazon.com verloren und schließt deshalb 225 Geschäfte in Nordamerika. Der Umsatz brach im abgelaufenen Quartal um mehr als zehn Prozent auf 5,9 Milliarden Dollar ein. Die Papiere verloren mehr als 15 Prozent.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 670 Millionen Aktien den Besitzer. 1701 Werte legten zu, 1303 gaben nach, und 122 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von etwa 2,1 Milliarden Aktien 1364 Titel im Plus, 1254 im Minus und 90 unverändert.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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