Börse New York: Konjunkturdaten verschrecken die Wall Street

Börse New York
Konjunkturdaten verschrecken die Wall Street

Überraschend schwache Konjunkturdaten haben an der Wall Street am Dienstag die Stimmung gedrückt. Hinzu kommen die Probleme in der Euro-Zone und der anhaltende Ölpreisrutsch. Doch AOL legt zu - wegen eines Gerüchts.
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New YorkDie US-Börsen haben am Dienstag nach der Veröffentlichung überraschend schwacher Konjunkturdaten nachgegeben. Zudem beschleunigte der Ölpreis seine Talfahrt und trug zur Nervosität der Anleger bei. Die politische Ungewissheit im Euro-Land Griechenland, wo am 25. Januar ein neues Parlament gewählt wird, tat ein Übriges.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss 0,7 Prozent im Minus bei 17.371 Punkten. Der breiter gefasste S&P-500 gab 0,9 Prozent nach auf 2002 Zähler, zeitweise war er erstmals seit 17. Dezember unter die Marke von 2000 Punkten gerutscht. Der Index der Technologiebörse Nasdaq büßte 1,3 Prozent ein auf 4592 Punkte. In Frankfurt konnte der Dax mit 9469,66 Punkten zum Handelsschluss zwar sein Vortagesniveau behaupten. Allerdings hatte er im Handelsverlauf noch bis zu 1,6 Prozent im Plus gelegen. Der EuroStoxx50 verlor 0,5 Prozent auf 3007,91 Zähler.

Nach einem unerwartet starken Wirtschaftswachstum im dritten Quartal deuteten die Konjunkturdaten vom Dienstag auf eine Verlangsamung des Wachstums hin. So haben die Geschäfte der US-Dienstleister im Dezember überraschend deutlich an Schwung verloren. Der Einkaufsmanager-Index für den Bereich fiel um 3,1 auf 56,2 Punkte, wie das Institute for Supply Management (ISM) mitteilte.

Der von Markit ermittelte Einkaufsmanagerindex für die Dienstleister gab um 2,9 auf 53,3 Zähler nach. "Das Wachstumstempo hat damit bereits sechs Monate in Folge nachgegeben", sagte Markit-Chefvolkswirt Chris Williamson. Zudem hat die US-Industrie im November weniger Aufträge eingesammelt, wie das Handelsministerium mitteilte.

Ölpreise verunsichern Anleger

Doch auch der Absturz der Ölpreise verunsicherte die Anleger an den internationalen Finanzmärkten stark. Ein Überangebot an Rohöl setze die Preise unter Druck, sagten Analysten. Investoren sähen darin einen Krisenindikator für die schwächelnde Weltwirtschaft.

Ein Investmentstratege sagte: „Solange der Ölpreis keinen Boden gefunden hat, dürfte es auch am Aktienmarkt weiter abwärts gehen.“ Ein Barrel der US-Sorte WTI kostete im Tagesverlauf gerade mal ein wenig mehr als 48 Dollar.

Allerdings machten Analysten nicht nur den Ölpreis für die Unsicherheit an den Märkten verantwortlich. Sorgen mache weiterhin die Frage, welche Entscheidungen die Europäische Zentralbank (EZB) nach der Griechenland-Wahl treffe, sagte Ken Polcari von O'Neil Securities in New York.

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