Börse New York
Konjunktursorgen drücken Stimmung der US-Anleger

Der Dow Jones nimmt nach der steilen Kursfahrt einen Gang raus. Vor allem sind es Gewinnmitnahmen kurzfristig orientierter Investoren, die die US-Börsen bremsen. Bei den Einzelwerten muss Facebook Federn lassen.

New YorkSorgen um die Weltkonjunktur haben am Dienstag die Wall Street belastet. Nach Kursgewinnen in den vergangenen Handelstagen richtete sich der Blick der Anleger wieder verstärkt auf die eingetrübten Aussichten für die globale Wirtschaft. Diese wird in diesem Jahr nach Einschätzung des Internationalen Währungsfonds (IWF) von der Abkühlung in China gebremst. Der IWF senkte daher seine Wachstumsprognose. Für die Anleger sei nun interessant, inwiefern die ökonomische Entwicklung auf die Ergebnisse der Firmen durchschlage, sagte Portfoliomanager Tim Dreiling von U.S. Bank Wealth Management. Aufschluss sollen die in den kommenden Wochen anstehenden Quartalsberichte geben.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte ging 0,1 Prozent höher mit 16.790 Punkten aus dem Handel. Der breiter gefasste S&P-500 verlor hingegen 0,4 Prozent auf knapp 1980 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq sank 0,7 Prozent auf 4748 Punkte. In Frankfurt hingegen schloss der Dax 0,9 Prozent fester auf fast 9903 Punkten.

Der Dow wurde gestützt von einem Kurssprung des Chemiekonzerns DuPont, dessen Aktie 7,7 Prozent in die Höhe schoss. Das Unternehmen kündigte an, dass Konzernchefin Ellen Kullman in Kürze ihren Posten aufgibt.

Aufwärts ging es auch mit Pepsi, die 1,3 Prozent anzogen. Der Coca-Cola-Rivale hob seine Geschäftsprognose für das Gesamtjahr an. Das abgelaufene Quartal war besser ausgefallen als erwartet.

An der Nasdaq zählten vor allem Biotech-Werte zu den Verlierern. Der Sektorindex gab 3,8 Prozent nach.

An der New Yorker Börse wechselten rund 1,01 Milliarden Aktien den Besitzer. 1683 Werte legten zu, 1355 gaben nach und 143 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 2,06 Milliarden Aktien 1233 im Plus, 1554 im Minus und 163 unverändert.

Investoren kauften auf der Suche nach sicheren Anlagemöglichkeiten US-Staatsanleihen. Die zehnjährigen Papiere legten 7/32 auf 99-23/32 zu. Die Rendite sank auf 2,03 Prozent. Der 30-jährige Bond stieg 15/32 auf 99-31/32 und rentierte mit 2,87 Prozent.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur
Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%