Börse New York: Krisen in Libyen und Japan belasten US-Börse

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Krisen in Libyen und Japan belasten US-Börse

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New YorkNach drei Gewinntagen in Folge haben die wichtigsten US-Indizes am Dienstag leicht zurückgesetzt.

Die Sorgen der Anleger über die wirtschaftlichen Folgen des internationalen Militäreinsatzes in Libyen und der Atomkrise in Japan haben die Wall Street am Dienstag belastet. Zudem behielten die Investoren die wachsende Wahrscheinlichkeit einer baldigen Zinserhöhung der Europäischen Zentralbank (EZB) im Blick.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte gab um 0,2 Prozent auf 12.018 Punkte nach. Der breiter gefasste S&P-500 sank 0,4 Prozent auf 1293 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq verringerte sich um 0,3 Prozent auf 2683 Zähler.

Am Montag hatte der Verkauf des US-Geschäfts der Deutschen Telekom noch für einen kräftigen Kursanstieg in den USA gesorgt. In Frankfurt ging der Deutsche Aktienindex am Dienstag mit einem Abschlag von 0,5 Prozent auf 6780 Punkten aus dem Handel. „Japan und Libyen verbreiten viel Unsicherheit und Volatilität“, sagte Tim Ghriskey von Solaris Asset Management. „In keinem der beiden Fälle sieht es nach einer schnellen Beruhigung der Lage aus. Das könnte auch noch eine Weile so bleiben und den Markt belasten.“

Analysten befürchten zudem, dass der Wiederaufbau in Japan die weltweite Inflationsentwicklung anheizen könnte. Marktexperte Peter Boockvar von Miller Tabak + Co erklärte, das Land müsse große Mengen an Rohstoffen einführen und die Zentralbank des Landes werde zur Finanzierung die Notenpresse anwerfen. Die Titel des Pharmariesen Merck & Co notierten zuletzt 0,4 Prozent im Plus, nachdem das Unternehmen die geplante Zusammenlegung der Tiermedizin-Sparte mit Sanofi-Aventis abgeblasen hatte.

Die Titel des Software-Konzerns Adobe zogen vor der - für den Abend erwarteten - Bekanntgabe von Geschäftszahlen um 1,7 Prozent an. Zu den größten Verlierern zählten die Anteilsscheine der Drogeriekette Walgreen mit einem Minus von mehr als sechs Prozent. Hintergrund des Kurseinbruchs sind enttäuschende Quartalszahlen des Konzerns.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 820 Millionen Aktien den Besitzer. 1262 Werte legten zu, 1703 gaben nach und 114 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 1,65 Milliarden Aktien 1051 im Plus, 1540 im Minus und 111 unverändert.

An den US-Kreditmärkten stiegen die zehnjährigen Staatsanleihen um 2/32 auf 102-15/32. Sie rentierten mit 3,330 Prozent. Die 30-jährigen Bonds kletterten 13/32 auf 105-5/32 und hatten eine Rendite von 4,437 Prozent.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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