Börse New York: Krisenstimmungen schicken US-Indizes auf Talfahrt

Börse New York
Krisenstimmungen schicken US-Indizes auf Talfahrt

Die Freude über die starken US-Konjunkturdaten währte nicht lange: Schlechte Aussichten für die chinesische Wirtschaft und die Krise auf der Krim haben die Wall Street tief in der Verlustzone schließen lassen.
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New YorkDie Furcht vor einer Eskalation der Krim-Krise und die Sorge um die Zukunft der chinesischen Wirtschaft haben die Wall Street am Donnerstag wieder eingeholt. Nachdem ermutigende US-Konjunkturdaten den New Yorker Börsen zunächst zu leichten Kursgewinnen verholfen hatten, kippte im Handelsverlauf die Stimmung. Vor allem die Aussicht auf Sanktionen im Streit um die Ukraine beschäftigte die Investoren. "Da drohen wirtschaftliche Konsequenzen für Russland und andere Schwellenländer", sagte Brad McMillan vom Anlageberater Commonwealth Financial.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss mit einem Minus von 1,4 Prozent auf 16.108 Punkten. Der breiter gefasste S&P-500 büßte 1,2 Prozent auf 1846 Zähler ein. Der Index der Technologiebörse Nasdaq sank um 1,5 Prozent auf 4260 Stellen. Der Dax schloss sogar 1,9 Prozent im Minus auf 9017 Stellen. Der EuroStoxx fiel um 1,5 Prozent auf 3019 Zähler.

Auffällig war, dass die Talfahrt an den europäischen Börsen im späten Geschäft bei stark anziehenden Umsätzen kam. Kurz zuvor hatte US-Außenminister John Kerry Russland vor ernsthaften Konsequenzen gewarnt, sollte auf der ukrainischen Halbinsel Krim das Referendum der meist russisch-stämmigen Bevölkerung über einen Anschluss an die Russische Föderation am Sonntag stattfinden. Die USA und die Europäische Union haben sich bereits auf Sanktionen verständigt, zu denen unter anderem Reisebeschränkungen und Kontensperrungen zählen. Wegen Europas Stabilität hätten Anlagen dort bisher als risikoarm gegolten, sagte Investment-Chef McMillan. „Das wird nun infrage gestellt.“

An der Wall Street hatten die Investoren zunächst mit Aktienkäufen auf frische Statistiken zum Arbeitsmarkt und dem Einzelhandel reagiert, die eine solide Belebung der zuletzt vom strengen Winter beeinträchtigten heimischen Wirtschaft bestätigten. So fielen die wöchentlichen Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe auf den tiefsten Stand seit drei Monaten. Die Einzelhändler erholten sich etwas von schwachen Geschäften und konnten im Februar ihre Erlöse wieder steigern, sogar etwas mehr als erwartet.

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