Börse New York
Kurse an der Wall Street bröckeln

Die US-Indizes sind mit deutlichem Minus aus dem Handel gegangen. Schwache US-Daten hatten den Kursen einen Dämpfer versetzt. Die Aktien von Morgan Stanley und Bank of America aber legten kräftig zu.
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New YorkAn den US-Börsen haben am Donnerstag wiederaufkeimende Konjunkturängste die Freude über die überwiegend guten Unternehmensbilanzen verdrängt. Dazu kamen Gerüchte über eine mögliche Herunterstufung Frankreichs durch eine Rating-Agentur. Diese wurden zwar rasch dementiert, sorgten bei Anlegern jedoch für neue Unsicherheit über die Schuldenkrise in Europa.

Für Ernüchterung sorgte zudem die Nachricht, dass die Zahl neuer Anträge auf Arbeitslosenhilfe in den USA nicht so rasch sinkt wie erwartet. Dies weckte Zweifel an der langersehnten Konjunkturerholung in den USA. Gute Zahlen von Morgan Stanley, Bank of America und eBay konnten die Stimmung nicht entscheidend aufhellen.

„Trotz der guten Vorgaben von den Quartalsberichten, haben ein paar wichtige Konjunkturindikatoren ihren Schwung verloren“, sagte Quincy Crosby von Prudential Financial. „Das wirft die Frage auf, ob es sich nur um eine kleine Schwächephase oder doch um etwas Ernsteres handelt.“

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte notierte mit einem Abschlag von 0,5 Prozent bei 12.964 Punkten. Im Tagesverlauf pendelte der Leitindex zwischen 12.896 und 13.080 Stellen. Der breiter gefasste S&P-500-Index schloss bei 1376 Zählern, ein Minus von 0,6 Prozent. Der Index der Technologiebörse Nasdaq verlor 0,8 Prozent auf 3007 Punkte. In Frankfurt ging der Dax mit einem Minus von 0,9 Prozent bei 6671 Punkten aus dem Handel.

An der Nasdaq sorgte eine starke Biotech-Branche für einen Lichtblick. Angeführt wurde der Sektor vom Gentechnikunternehmen Human Genome Sciences. Nach der Bekanntgabe eines Übernahmeangebots vom größten britischen Pharmakonzern GlaxoSmithKline über 2,6 Milliarden Dollar stürzten sich die Anleger auf die Papiere des Unternehmens. Die Aktie legte 98 Prozent zu und zog so den gesamten Biotech-Index nach oben, der 1,5 Prozent gewann.

Daneben standen vor allem die Papiere der Unternehmen im Fokus, die ihre Zahlen vorgelegt hatten. So konnte Morgan Stanley einen fulminanten Start ins Jahr mit einer kräftigen Gewinnsteigerung vermelden, was die Börse mit einem Kursplus von 2,3 Prozent honorierte. Die Rivalin Bank of America ist trotz eines Gewinneinbruchs zu Jahresbeginn frohen Mutes für 2012. Die Investoren zeigten sich weniger zuversichtlich, die Aktie gab 1,7 Prozent ab.

Auch das Online-Handelshaus eBay konnte mit einer kräftigen Gewinnsteigerung positiv überraschen. Die Aktie schoss über 13 Prozent in die Höhe. Der Chemiekonzern DuPont ist dank Preiserhöhungen ebenfalls schwungvoll ins neue Jahr gestartet. An der Börse kamen die Zahlen dennoch nicht ganz so gut an, die Aktien rutschten um 1,2 Prozent ab. Der Kreditkartenkonzern American Express verdiente dank der Ausgabenfreude seiner Kunden mehr. Seinen Aktien notierten aber 0,8 Prozent schwächer.

Ein erfolgreiches Börsendebüt feierte die Software-Schmiede Splunk. Die Anteilscheine des Unternehmens wurden 108 Prozent über ihrem Ausgabepreis gehandelt. Auch der Hersteller von Luxus-Reisegepäck Tumi wagte sich am Donnerstag erstmals aufs Parkett. Die Anleger bauten auf eine Erholung der Tourismusindustrie sowie die anhaltende Kauflaune der Besserverdienenden und schlugen zu. An ihrem ersten Börsentag legten die Tumi-Papiere 47 Prozent zu.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 820 Millionen Aktien den Besitzer. 1223 Werte legten zu, 1750 gaben nach und 120 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 1,97 Milliarden Aktien 927 im Plus, 1546 im Minus und 120 unverändert.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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  • Verstehe das, wer will! Da wird das Wort, das auf der Toilette vollbracht wird editiert und das Wörtchen "können" auch noch getilgt, sodass der Satz nicht mehr konkret nachvollziehbar ist, der Folgesatz, der solches Wort nicht enthält, dafür sehr viel aggressiver in seiner Aussage ist, bleibt aber stehen. Wie krank ist das denn? Oder werden hier Informationen gezielt stehen gelassen, um sie konkret zu Informierenden Gruppen zuzuschanzen? Ich hoffe, dass das Adjektiv "krank" nicht auch noch die krankhafte, eines Psychotherapeuten bedürftige, Political Correctness verletzt?! Schließlich ist ebendiese P. C. das krankhafteste an euch, dass es nur gibt. Muss der Duden jetzt das Wort "Scheiße" aus den Wörterbüchern tilgen. Hurrrrrrraaaaah, kann ich dazu nur sagen, wir sind frei, frei, frei! Jetzt muss ich aber zum Trotz der überaus korrupten politischen Klasse, die diese Correctness dafür einhält, weil sie mit ihren Untaten diplomatisch wirken möchte, dieser Klasse ärgsten Abschaumes zum Trotz also, aufs WC Häufchen machen - Häufchen wohlgemerkt!

  • "Gute Zahlen von Morgan Stanley, Bank of America und eBay konnten die Stimmung nicht entscheidend aufhellen."

    Gott sei Dank nicht, weil wir auf deren Erträge...+++Beitrag von der Redaktion editiert+++ Man sollte sie alle zudrehen und die Trader samt Vorständen in ein tiefes, schlammiges Loch werfen.

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