Börse New York: Kursgewinne vor Beginn der Berichtssaison

Börse New York
Kursgewinne vor Beginn der Berichtssaison

Angesichts anstehender Unternehmensbilanzen hielten sich die US-Anleger im Tagesverlauf zurück. Trotzdem schließt die Wall Street im Plus. Mit Spannung werden die Zahlen von Google und Texas Instruments erwartet.
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New YorkKurz vor neuen Quartalsbilanzen von Börsenschwergewichten wie Google hat die Wall Street am Dienstag mit Kursgewinnen geschlossen. Börsianer verwiesen auf zunehmende Hoffnungen, dass sich die Weltwirtschaft zum Besseren entwickelt. Belegen sollen dies weitere Zwischenberichte großer Konzerne in dieser Woche. Zuletzt hatten enttäuschende Nachrichten der Technologieriesen Intel und Apple die Investoren verschreckt.

Zwar hatten der Dow Jones und der S&P-500-Index am Freitag die höchsten Stände seit fünf Jahren erklommen und erste Unternehmenszahlen etwa von Großbanken waren besser ausgefallen als erwartet. Aber viele Anleger blieben skeptisch, ob sich die unsichere Wirtschaftslage nicht doch auf Gewinne und Umsätze niederschlage, erklärten Händler. Angesichts der Flut von Firmennachrichten geriet der US-Haushaltsstreit, der die Börsen in den vergangenen Wochen bestimmte, weiter in den Hintergrund.

Nach der feiertagsbedingten Handelspause am Montag legte der Dow-Jones-Index der Standardwerte 0,5 Prozent zu und schloss auf seinem Tageshöchststand von 13.712 Punkten. Der breiter gefasste S&P-500 stieg um 0,4 Prozent auf fast 1493 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq gewann 0,3 Prozent nach auf 3143 Stellen. In Frankfurt beendete der Dax den Tag mit einem Abschlag von 0,7 Prozent auf 7696,21 Zähler.

Die Quartalsergebnisse von Google, IBM und Texas Instruments sollten nach Börsenschluss veröffentlicht werden. Die Technologieschwergewichte Apple und Microsoft folgen am Mittwoch und Donnerstag. Der Technologieindex des S&P legte um 0,2 Prozent zu.

Zuletzt hatte der Chipkonzern Intel die Anleger verunsichert. Der Konzern wird zunehmend von der PC-Müdigkeit der Verbraucher erfasst und will mit einem gewaltigen Investitionsplan den Anschluss an moderne Trends wie Smartphones und Tablets halten. Bei Apple gibt es Befürchtungen, dass sich das iPhone 5 offenbar doch nicht so gut verkauft, wie es der vielversprechende Verkaufsstart im September vermuten ließ.

Zu den Unternehmen, die im Handelsverlauf ihre Berichte bereits vorlegten, gehörte der Chemieriese DuPont. Dem Konzern setzte die schwache Nachfrage nach Farben und die Krise in der Solarbranche zu. Der Nettogewinn fiel im vierten Quartal um 70 Prozent. Allerdings lag der Umsatz über den Erwartungen von Analysten. Die Aktie legte 1,8 Prozent zu. Der Bericht zum Schlussquartal von Johnson & Johnson fiel zwar besser aus als angenommen, aber der Ausblick für 2013 enttäuschte den Markt. Der Kurs des Unternehmens gab 0,7 Prozent nach.

Die in New York gelisteten Papiere des schwächelnden Blackberry-Herstellers Research in Motion (RIM) schossen 13 Prozent in die Höhe nachdem der Firmenchef in einem Interview ankündigte, nach der Markteinführung des Blackberry 10 Ende des Monats strategische Allianzen mit anderen Firmen prüfen zu wollen.

An der New Yorker Börse wechselten rund 0,7 Milliarden Aktien den Besitzer. 2074 Werte legten zu, 913 gaben nach und 129 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 1,78 Milliarden Aktien 1538 im Plus, 926 im Minus und 124 unverändert.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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  • ich glaube sie haben sich etwas verrechnet. währungsverlust wäre bei ihren zahlen 37%. 13700*0,63=8631. und dabei sind keine dividenden berücksichtigt. der performanceindex(mit dividenden) vom DJ ist von 2001 bis 2012 um 72% gestiegen. das wären dann 172*0,63=108,36. das ist zwar eine extrem schlechte performance, aber kein verlust.

  • Ich möchte noch einmal betonen,der Dow Jones Index,steht vom Standpunkt deutscher und europäischer Anleger aus gesehen, währungs-und inflationsbereinigt viel niedriger als z.B im Mai 2001(damals über bei 11 000 Punkten ,aber für den Euro mussten nur 84 US Cents gezahlt werden,heute 1,33 Dollar).Rechnet man nun noch die jährliche Inflationsrate( von mindestens zwei Prozent ) zum Währungsverlust des Dollars von fast 60% % gegenüber dem Euro hinzu,bzw.zieht diese von der Rendite einer Einmalanlage ab,so ergibt sich ein Punktestand von unter 5000 !
    Mit anderen Worten,wer im Mai 2001 in den Dow Jones Index investierte,hat real,d.h.unter Berücksichtigung heutiger Kaufkraft, mindestens die Hälfte seines damaligen Vermögens eingebüßt.
    Depotkosten,Kontoführungsgebühren,eventuelle Ausgabeaufschläge und sonstige Kosten für entsprechende Indexfonds sind da noch gar nicht berücksichtigt.

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