Börse New York
Leichte Kursgewinne an der Wall Street

Es ging aufwärts an den New Yorker Börsen. Dazu trugen am Donnerstag die Berichte von sinkenden US-Arbeitslosenzahlen bei. Für verhaltenen Optimismus bei den Anlegern sorgten auch die Exportzahlen aus China.
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Die US-Börsen haben nach drei Verlusttagen in Folge mit leichten Gewinnen geschlossen. Neben ermutigenden Quartalsberichten von Unternehmen trugen dazu am Donnerstag positive Nachrichten vom Arbeitsmarkt bei.

Diese lieferten ein weiteres Anzeichen dafür, dass sich der Stellenaufbau in der weltgrößten Volkswirtschaft fortsetzt. Die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe lagen in der vergangenen Woche bei 333.000 und blieben damit nahe des niedrigsten Niveaus seit den Höhepunkten der Finanzkrise von 2007 bis 2009.

Ihren Optimismus gründeten die Anleger zudem auf die Exportzahlen aus China, die im Juli mit 5,1 Prozent unerwartet stark gestiegen sind. Die Importe erhöhten sich im Jahresvergleich sogar um 10,9 Prozent. "Ich denke, dass die Sorgen um das Wachstum in China übertrieben sind", sagte ein Händler. Die verlangsamten Wachstumsraten in der zweitgrößten Volkswirtschaft der Welt hatten Investoren seit geraumer Zeit Bauchschmerzen bereitet. Experten bezweifelten zuletzt, dass China sein Wachstumsziel von 7,5 Prozent für das Gesamtjahr einhalten kann.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte stieg 0,2 Prozent auf 15.498 Punkte. Der breiter gefasste S&P-500 rückte um 0,4 Prozent auf 1697 Zähler vor. Der Index der Technologiebörse Nasdaq gewann 0,4 Prozent auf 3669 Punkte. Der Dax schloss nach einer viertägigen Verlustserie 0,7 Prozent fester bei 8318 Zählern.

Diverse Unternehmen standen nach der Veröffentlichung von Bilanzen im Fokus. Der Elektroautobauer Tesla überzeugte vor Sonderposten mit dem zweiten Quartalsgewinn in Folge. Die Aktie des Daimler -Partners stieg um 14 Prozent. Auch das Online-Schnäppchenportal Groupon scheint langsam wieder auf die Erfolgsspur zurückzufinden. Der vierteljährliche Umsatz lag über den Erwartungen. Zudem will Groupon an seinem Interimschef Eric Lefkofsky dauerhaft festhalten. Dies verhalf der Aktie zu einem Sprung von 21 Prozent.

Nach der Bank of America steht nun auch JPMorgan wegen strittiger Hypothekengeschäfte im Visier der Behörden. Der Anteilsschein ließ 0,8 Prozent Federn.

Zu den Verlierern mit einem Minus von knapp 17 Prozent gehörten die Papiere der Kosmetikfirma Elizabeth Arden. Einzelhändler bestellten deutlich weniger als erwartet bei dem Unternehmen. Dies führte letztlich zu einem Quartalsverlust von fünf Millionen Dollar.

Gefragt waren dagegen die Aktien von 21st Century Fox mit einem Aufschlag von 3,1 Prozent. Der Kino- und TV-Konzern des US-Milliardärs Rupert Murdoch gab eine optimistische Gewinnprognose für die nächsten fünf Jahre ab.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 690 Millionen Aktien den Besitzer. 1945 Werte legten zu, 1024 gaben nach und 119 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 1,68 Milliarden Aktien 1494 im Plus, 1021 im Minus und 87 unverändert.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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  • Das soll wohl ein Witz sein. Sinkende US-Arbeitslosenzahlen würden hindeuten auf eine mögliche Modifikation der ultralockeren Geldpoltik der FED, was genau das Gegenteil an den Aktienmärken bewirken würde, nämlich ab in den Keller.

    Im Moment gilt, gute Nachrichten sind schlechte Nachrichten, wer das noch nicht kapiert hat, hat wohl nichts kapiert.

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