Börse New York
Makrodaten und Bilanzen drücken Dow Jones

Die US-Industrie erlitt im März einen überraschend deutlichen Auftragseinbruch. Hinzu kamen enttäuschende Quartalszahlen von AT&T und Procter & Gamble. Zum Börsenschluss notiert die Wall Street daher im Minus.
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New YorkSchwache Konjunkturdaten und enttäuschende Unternehmensbilanzen haben am Mittwoch den Dow Jones ins Minus gezogen. Die US-Industrie erlitt im März einen überraschend starken Auftragseinbruch, was von Investoren als Zeichen für eine erlahmende Weltwirtschaft gewertet wurde. Zudem zeigten sich viele Anleger mit den Zahlen des Telekomkonzerns AT&T und des Konsumgüterherstellers Procter & Gamble unzufrieden.

Der Dow Jones mit den 30 Standardwerten sank um 0,3 Prozent auf 14.676 Punkte. Er pendelte zwischen den Marken von 14.666 und 14.747. Der S&P 500 schloss fast unverändert bei einem Stand von 1578 Stellen. Auch der Nasdaq-Index kam nicht vom Fleck und ging mit 3269 Zählern aus dem Handel. In Frankfurt schloss der Dax mit einem Gewinn von 1,3 Prozent auf 7759 Punkten. Der Euro notierte bei 1,3012 Dollar.

Das Dow-Unternehmen Boeing überraschte mit seinen Bilanzzahlen: Trotz der Akkuprobleme mit dem neuen Langstreckenjet 787 Dreamliner steigerte der Konzern seinen Gewinn um ein Fünftel. Bereits im Mai sollen wieder Maschinen des Typs an Kunden ausgeliefert werden. Die Boeing-Aktie legte um drei Prozent zu.

Für Ernüchterung sorgte bei AT&T die Zahl der Kunden, die bereinigt zurückging. Die Papiere büßten mehr als fünf Prozent ein. Beim Ariel- und Pampers-Konzern Procter & Gamble störten sich Anleger am Gewinnausblick, der unter den Erwartungen lag. Die Aktie sank um knapp sechs Prozent.

Beim Biotechnologiekonzern Amgen betrug das Minus sogar sieben Prozent. Der Konzern hatte die Umsatzerwartungen der Wall Street verfehlt.

Enttäuscht zeigten sich manche Anleger auch vom erfolgsverwöhnten Apple-Konzern. Die Aktie verzeichnete vorübergehend große Sprünge und schloss mit einem Minus von 0,2 Prozent. Erstmals seit über einem Jahrzehnt verzeichnete der Technologiekonzern einen Gewinnrückgang. Unternehmenschef Tim Cook räumte ein, dass die hohen Margen aus der Vergangenheit nicht mehr zu halten seien. Neue Produkte sollen nicht vor Herbst kommen.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 700 Millionen Aktien den Besitzer. 1952 Werte legten zu, 1009 gaben nach, und 149 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 1,73 Milliarden Aktien 1376 im Plus, 1054 im Minus und 125 unverändert.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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