Börse New York: Marktbericht
US-Börsen schließen dank Goldman-Zahlen im Plus

Gestützt durch positive Zahlen der US-Großbank Goldman Sachs haben sich die New Yorker Börsen am Dienstag fester präsentiert. Der überraschende Milliardengewinn von Goldman Sachs stützte den Markt. Schlechte Nachrichten kamen dagegen von Dell und auch die Zahlen der Einzelhändler enttäuschten.

HB NEW YORK.Konjunktursorgen und ein enttäuschender Ausblick des PC-Herstellers Dell hielten die Kursgewinne allerdings lange Zeit in Grenzen. Erst kurz vor Handelsschluss griffen die Anleger etwas beherzter zu.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss 0,3 Prozent höher bei 8359 Punkten. Im Handelsverlauf pendelte er dabei zwischen 8285 und 8361 Stellen. Der breiter gefasste S&P-500 legte 0,5 Prozent zu auf 905 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq stieg um 0,4 Prozent auf 1799 Punkten. In Frankfurt ging der Dax 1,26 Prozent höher bei 4781 Punkten aus dem Handel.

Goldman Sachs verdiente dank eines starken Handelsgeschäfts deutlich mehr als im Vorjahr. Die mit Spannung erwarteten Zahlen seien zwar gut ausgefallen, sagte Analyst Terry Morris von National Penn Investors Trust Co. Nach den Kursaufschlägen bei den Finanzwerten am Montag sei das aber wohl schon eingepreist. Der Markt habe sich nach dem Motto "Kauf das Gerücht, verkaufe die Nachricht" gerichtet. Goldman-Sachs-Aktien stiegen um 0,2 Prozent.

Nach heftigen Kursverlusten von über 20 Prozent zu Wochenbeginn ging es für die Aktie von CIT am Dienstag um fast 20 Prozent nach oben. Der von einer Insolvenz bedrohte Mittelstandsfinanzierer erhält Kreisen zufolge möglicherweise Staatshilfen. Das Finanzministerium und die Notenbank erwägten, dem Geldhaus unter die Arme zu greifen, sagte eine mit der Situation vertraute Person am Montag. Ein CIT-Sprecher wollte dazu keine Stellung nehmen.

Auch bei den Anteilsscheinen von Johnson & Johnson griffen Anleger zu. Der Pharma- und Medizintechnikkonzern hat im zweiten Quartal zwar Gewinneinbußen erlitten. Dank robuster Geschäfte mit Arzneimitteln und Körperpflegeprodukten fielen sie aber geringer aus als von Analysten befürchtet. Die J&J-Papiere legten um 0,9 Prozent zu. Deutlich bergab ging es dagegen für die Titel des weltweit zweitgrößten PC-Herstellers Dell. Der Konzern teilte mit, dass der Umsatz im zweiten Quartal zwar leicht höher liegen werde, die Gewinnmarge dafür aber niedriger ausfallen werde. Die Aktien brachen um acht Prozent ein. Gespannt warteten die Börsianer auf die Zahlen von Intel, die nach Handelsschluss vorgelegt werden sollten. Die Papiere des Chipherstellers lagen 2,1 Prozent im Plus.

Konjunkturdaten hatten zu Handelsbeginn für Enttäuschung bei den Anlegern gesorgt. Zwar erzielten amerikanische Einzelhändler im Juni mehr Umsatz als erwartet. Dies war aber nur dem Autosektor zu verdanken. Ohne Autos legte der Umsatz lediglich um 0,3 Prozent zu und damit deutlich weniger als von Analysten erwartet. Der Einzelhandelsumsatz gilt als wichtiger Indikator für die Konjunkturentwicklung in den USA, da deren Wirtschaftsleistung zu mehr als zwei Dritteln vom privaten Konsum abhängt.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 0,98 Mrd. Aktien den Besitzer. 2120 Werte legten zu, 889 gaben nach und 101 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 1,86 Mrd. Aktien 1497 im Plus, 1125 im Minus und 150 unverändert. An den US-Kreditmärkten fielen die zehnjährigen Staatsanleihen auf 97-09/32. Sie rentierten mit 3,455 Prozent. Die 30-jährigen Bonds sanken auf 98-10/32 und hatten eine Rendite von 4,351 Prozent.

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