Börse New York: Marktbericht
Wall Street von Fed-Optimismus unbeeindruckt

Trotz optimistischer Aussagen der Notenbank Fed zur US-Konjunktur haben die New Yorker Börsen am Mittwoch schwächer geschlossen. Nach Ansicht der Zentralbank nimmt die US-Wirtschaft langsam wieder an Fahrt auf. Diese Formulierung stützte den Markt zeitweise.

HB NEW YORK. Zum Handelsende drehten die Kurse jedoch Händlern zufolge wegen Gewinnmitnahmen ins Minus, nachdem der Markt im vergangenen halben Jahr deutlich zugelegt hatte. Zudem sorgten sich Anleger, dass die Fed ihre umfassenden Bemühungen, die Wirtschaft zu stützen, schon bald zurückfahren könnte. Auf der Verkaufsliste standen unter anderem Luftfahrt-Aktien.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte büßte 0,8 Prozent ein und schloss bei 9748 Punkten, nachdem er im Handelsverlauf zwischen 9740 und 9917 Zählern gependelt war. Der breiter gefasste S&P-500-Index verlor ein Prozent auf 1060 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq fiel um 0,7 Prozent auf 2131 Punkte. In Frankfurt schloss der Dax 0,1 Prozent schwächer bei 5702 Punkten.

Analysten werteten die Wirtschaftseinschätzung der Fed als Hinweis darauf, dass die Zentralbank das Ende der schwersten Rezession seit den 30er Jahren fest in den Blick genommen hat. Ihren Leitzins beließ die Notenbank wie von Fachleuten erwartet bei 0 bis 0,25 Prozent. Am US-Devisenmarkt fiel der Euro fiel gegenüber der US-Währung auf 1,4729 Dollar.

Zu den Verlierern zählten Luftfahrt-Aktien. Die American-Airlines-Mutter AMR und die US Airways Group planen beide, ihre Kassen durch den Verkauf eigener Aktien zu füllen. AMR-Papiere verloren 7,8 Prozent, die Papiere von US Airways brachen um knapp 14 Prozent ein.

Ein unerwartet deutlicher Anstieg der US-Rohöl-Lagerbestände setzte den Ölpreis unter Druck. Am US-Terminmarkt fiel der Preis der Sorte WTI um 4,8 Prozent auf gut 68 Dollar pro Barrel (159 Liter). Das belastete die Aktie von Exxon Mobil. Sie fiel um 1,2 Prozent.

Zu den Gewinnern zählten indes die Titel des Autobauers Ford. Das Unternehmen erklärte, es spüre Anzeichen einer Konjunkturerholung. Zudem will Ford ab 2010 einen Kleinwagen in Indien herstellen. Die Aktie gewann knapp fünf Prozent.

Der Müsli-Hersteller General Mills übertraf mit einem Gewinnanstieg im zurückliegenden Quartal die Erwartungen der Analysten. Zudem hob der Konzern seine Prognose für das Gesamtjahr an. Die Papiere von General Mills kletterten 4,6 Prozent. Auch die Aktien des Cornflakes-Produzenten Kellogg profitierten und legten um 1,6 Prozent zu.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 1,32 Mrd. Aktien den Besitzer. 1063 Werte legten zu, 1958 gaben nach und 97 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 2,7 Mrd. Aktien 1023 im Plus, 1668 im Minus und 104 unverändert.

An den US-Kreditmärkten stiegen die zehnjährigen Staatsanleihen um 10/32 auf 101-24/32. Sie rentierten mit 3,413 Prozent. Die 30-jährigen Bonds kletterten 06/32 auf 105-08/32 und hatten eine Rendite von 4,189 Prozent.

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