Börse New York
McDonald's macht der Wall Street Mut

Die überraschende Ankündigung Mario Montis zurückzutreten dämpfte zunächst die Stimmung an den US-Börsen. Dann besänftigte das gute Ergebnis einer Fast-Food-Kette die US-Anleger.
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New YorkFloriende Geschäfte von McDonald's und Spekulationen auf Zuwäche der Hewlett-Packard -Aktie haben die Wall Street zu Wochenbeginn leicht angeschoben. Die Geschäfte der weltgrößten Schnell-Imbiss-Kette liefen im November besser als erwartet, was die Anleger optimistisch stimmte. Auch Technologiewerte waren gefragt. Sorgen vor einer Verschärfung der Schuldenkrise in Europa und der nach wie vor ungelöste Haushaltsstreit in den USA hielten die Kauflust aber in Grenzen. Der angekündigte Rücktritt von Italiens Ministerpräsidenten Mario Monti und der Comebackversuch von Ex-Regierungschef Silvio Berlusconi schürten zudem Sorgen, dass sich die Schuldenkrise in Europa wieder verschärfen könnte.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte notierte zum Handelsende mit einem Plus von 0,1 Prozent bei 13.169 Punkten. Im Verlauf pendelte das Leitbarometer zwischen 13.139 und 13.195 Punkten. Der breiter gefasste S&P-500-Index schloss kaum verändert bei 1418 Punkten. Der Index der Technologiebörse Nasdaq gewann 0,3 Prozent und ging mit 2986 Punkten aus dem Handel. In Frankfurt ging der Dax mit einem Plus von 0,2 Prozent bei 7530 Punkten aus dem Handel.

Im US-Haushaltsstreit zeichnete sich keine Lösung ab. Die Verhandlungen zwischen Demokraten und Republikanern seien zwar das wichtigste Thema auf dem Parkett, sagte Ryan Detrick von Schaeffer's Investment Research. Die meisten Investoren gingen aber davon aus, dass am Ende eine Einigung erzielt werde - wenn auch in letzter Minute. Ein Treffen von Präsident Barack Obama mit dem republikanischen Verhandlungsführer John Boehner am Sonntag brachte offenbar keine Annäherung in den Gesprächen über die ohne Kompromiss zum Jahreswechsel automatisch einsetzenden massiven Einsparungen und Steuererhöhungen.

Diese drohen die weltgrößte Volkswirtschaft wieder in die Rezession zu stürzen. Selbst ein Großereignis wie die geldpolitische Sitzung der US-Notenbank (Fed) geriet Börsianern zufolge dabei etwas in den Hintergrund. Sollte die Fed am Mittwoch weitere Pläne zur Stützung der Konjunktur ankündigen, könnte das zwar für eine gewisse Erleichterung an den US-Börsen sorgen. Aber lange würde dies nicht anhalten.

Tech-Werte standen auf den Kaufzetteln. So legte die zuletzt arg gebeutelte Aktie von Hewlett-Packard 2,6 Prozent zu - am Markt kursierten Gerüchte, der umstriebige Investoren Carl Icahn kaufe Anteilsscheine des Computerkonzerns auf. Erfreut reagierten Anleger auch auf die am Freitag vorgelegte Wachstumsstrategie von Cisco Systems. Die Aktie gewann 2,4 Prozent.

 

Das Plus bei McDonald's half auch Papieren von Rivalen wie Burger King auf die Sprünge, die 2,4 Prozent zulegten. Die Aktien von Wendy's gewannen 0,6 Prozent.

Auf Unternehmensseite standen auch die Titel von Intermec im Mittelpunkt. Der Mischkonzern Honeywell kauft den Spezialisten für mobile Computer und Netzwerk-Zubehör für 600 Millionen Dollar. Intermec-Aktien schossen um 23 Prozent in die Höhe. Honeywell-Papiere gaben dagegen 0,2 Prozent nach.

Ermutigende Konjunktursignale kamen aus China: Insbesondere ein kräftiger Anstieg der Umsätze im Einzelhandel und der Industrieproduktion im November schürte Hoffnungen, dass die zweitgrößte Volkswirtschaft der Welt im vierten Quartal erstmals seit zwei Jahren wieder an Schwung gewinnt.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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