Börse New York
Miese Arbeitsmarktdaten belasten Wall Street

Enttäuschende Arbeitsmarktdaten sowie die Aussagen von Notenbankchefin Janet Yellen haben am Mittwoch die US-Börsen belastet. Der Dow Jones schließt im Minus. Nur ein Übernahmeangebot sorgte für Impulse.
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New YorkEnttäuschende Jobdaten sowie Äußerungen von US-Notenbankchefin Janet Yellen haben die US-Börsen am Mittwoch nach unten gezogen. Yellen warnte vor „möglichen Gefahren“ durch die derzeit „ziemlich hohen“ Aktienbewertungen. Es gebe bislang allerdings keine Anzeichen für eine Finanzblase.

Für zusätzlichen Druck auf die Kurse sorgte die Statistik des Arbeitsvermittlers ADP. Den Zahlen zufolge entstanden im April weniger neue Stellen in der US-Privatwirtschaft als erwartet. Dies werde sicher die Erwartungen an den am Freitag anstehenden offiziellen Arbeitsmarktbericht ändern, sagte Handelsstratege Joe Saluzzi von Themis Trading.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss 0,5 Prozent tiefer bei 17.841 Punkten. Der breiter gefasste S&P-500 verlor 0,4 Prozent auf 2080 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq sank ebenfalls 0,4 Prozent auf 4919 Punkte. Belastet wurde er insbesondere von Kursverlusten der Schwergewichte Apple (minus 0,6 Prozent) und Microsoft (minus 2,7 Prozent).

Zu den Verlierern zählten ferner News Corp, die 6,4 Prozent einbüßten. Rupert Murdochs Medienkonzern setzten im vergangenen Quartal ein Rückgang im Anzeigengeschäft und der stärkere Dollar zu.

Für Auftrieb sorgten dagegen Übernahmevorhaben. Synageva BioPharma erhielt eine 8,4 Milliarden Dollar schwere Offerte der Pharmafirma Alexion. Dies führte dazu, dass sich der Synageva-Kurs mehr als verdoppelte. Die Alexion-Aktie gab acht Prozent nach.

Die Titel des Geldtransfer-Anbieters MoneyGram zogen 21 Prozent an. Der größere Rivale Western Union erwägt einer Bloomberg-Meldung zufolge einen Kauf von MoneyGram. Western Union stiegen 4,3 Prozent.. Das Unternehmen dementierte den Bericht später.

In Frankfurt schloss der Dax 0,2 Prozent fester bei 11.350 Punkten. An der New York Stock Exchange wechselten rund 810 Millionen Aktien den Besitzer. 1005 Werte legten zu, 2088 gaben nach und 95 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 2,12 Milliarden Aktien 1285 im Plus, 1455 im Minus und 160 unverändert.

Bei den US-Kreditmärkten setzte sich der seit Tagen andauernde Ausverkauf fort. Die zehnjährigen Staatsanleihen verloren 16/32 auf 97-30/32. Die Rendite stieg auf 2,2341 Prozent. Der 30-jährige Bond sank 1-13/32 auf 90-17/32 und rentierte mit 2,9819 Prozent. Händler erklärten die Abschläge mit schlechten Vorgaben der europäischen Bondmärkte. Außerdem seien die US-Kreditmärkte durch milliardenschwere Bondverkäufe der beiden Unternehmen Apple und Royal Dutch Shell unter Druck gesetzt worden.

Agentur
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Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur
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dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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  • Arbeitsmarkt ist ein nachlaufender Indikator.
    Steht es um die amerikanische Wirtschaft viel schlechter als die Umsätze glauben machen? Dann ist der Dollar überbewertet und die Erwartung von höherem Ölverbrauch auf Sand gebaut. Das zeigen dann auch steigende Renditen für amerikanische Staatsanleihen.
    Könnte das deutsche Wirtschaftswachstum mit einem Überschuss an Staatseinnahmen etwa höher ausfallen, als das schuldenfinanzierte Wachstum in den USA? Welche Konsequenzen würden die Finanzmärkte daraus ziehen? Will das HB darüber berichten oder hat niemand die Absicht...?

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