Börse New York
Milliarden-Übernahmen beflügeln US-Börsen

An der Wall Street haben milliardenschwere Fusionen die Indizes nach oben gedrückt. Selbst Energiewerte erholten sich nach massiven Verlusten am Vortag wieder. Auslöser für Kurssprünge ist auch ein Plan von Obama.
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New YorkMilliardenschwere Fusionen und Energiewerte haben der Wall Street am Dienstag zu einem Plus verholfen. Die Erholung von den Kursverlusten des Vortages war breit angelegt. Neun der zehn wichtigsten Branchen des S&P 500 legten zu.

Auch Energiewerte gehörten nach den massiven Verlusten der vergangenen Tage wieder zu den Gewinnern. "Der fallende Ölpreis hat die Bewertungen derart stark in Mitleidenschaft gezogen, dass die Investoren hier wieder Morgenluft wittern", sagte Mark Luschini von Janney Montgomery Scott. Lediglich Telekom-Aktien waren nicht gefragt. Sie gelten als defensiv.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte gewann 0,6 Prozent auf 17.879 Punkte. Der breiter gefasste S&P-500 legte ebenfalls 0,6 Prozent auf 2066 Zähler zu. Am Montag hatte er noch den schwächsten Tag seit einem Monat verzeichnet. Auch der Index der Technologiebörse Nasdaq verbesserte sich um 0,6 Prozent auf 4755 Punkte.

In Frankfurt ging der Dax 0,3 Prozent tiefer bei 9934,08 Zählern in den Feierabend. Die Aussicht auf zusätzliches billiges Geld der Notenbank hatte das deutsche Börsenbarometer im Handelsverlauf kurz über die psychologisch wichtige Marke von 10.000 Punkten gehievt. Der EuroStoxx50 legte dagegen 0,2 Prozent auf 3238,35 Stellen zu.

Als Kurstreiber sahen Börsianer in New York die Hoffnung auf Notenbanken-Schützenhilfe aus Übersee. Zudem half die Erwartung, dass die robuste US-Konjunktur nicht unter der allmählichen Straffung der amerikanischen Geldpolitik leiden wird. Die jüngsten, guten Daten aus der Bauwirtschaft untermauerten diese Einschätzung.

Beobachtern zufolge spekulieren die Anleger vor allem auf zusätzliche Maßnahmen der chinesischen Notenbank zur Unterstützung der weltweit zweitgrößten Volkswirtschaft. Zudem steht am Donnerstag die Sitzung der Europäischen Zentralbank (EZB) an. Diese wird nach Einschätzung von Experten aber noch nicht breit angelegte Staatsanleihekäufe beschließen, sondern zunächst noch die Wirkung ihrer bisherigen Beschlüsse abwarten.

Derweil waren die amerikanischen Bauausgaben im Oktober deutlicher als erwartet gestiegen, während der Rückgang im Vormonat geringer als ursprünglich berechnet ausgefallen war. Am Freitag steht der wichtige monatliche Arbeitsmarktbericht der Regierung auf der Agenda. Beobachter gehen davon aus, dass die November-Daten die robuste heimische Beschäftigungslage unterstreichen dürften.

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