Börse New York
Minsker Abkommen verleiht der Wall Street Auftrieb

Die Ukraine und Russland haben sich auf eine Waffenruhe geeinigt. Die Erleichterung über das Friedensabkommen ließ sich auch auf den US-Aktienmärkten beobachten. Der Dow Jones legt zu.
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New YorkDie Einigung auf eine Waffenruhe im Ukraine-Konflikt sowie die überraschende Lockerung der Geldpolitik in Schweden haben den US-Börsen am Donnerstag Schwung verliehen. Ab Sonntag sollen in der Ostukraine die Waffen schweigen. Darauf verständigten sich die Staats- und Regierungschefs von Russland, der Ukraine, Deutschland und Frankreich in Minsk.

Auf die Stimmung drückte dagegen der unerwartet starke Umsatzrückgang der US-Einzelhändler im Januar. Die Erlöse sanken um 0,8 Prozent zum Vormonat. Von Reuters befragte Ökonomen hatten mit einem Minus von 0,5 Prozent gerechnet.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss 0,6 Prozent höher auf 17.972 Punkten. Der breiter gefasste S&P-500 stieg um ein Prozent auf 2088 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq rückte um 1,2 Prozent auf 4857 Stellen vor.

Bei der Einzelwerten waren unter anderem Cisco Systems gefragt. Die Aktien des Netzwerk-Ausrüsters verteuerten sich um mehr als neun Prozent, nachdem Umsatz und Gewinn im abgelaufenen Quartal über den Markterwartungen gelegen hatten.

Unter die Räder kamen indes Tesla -Aktien, die um mehr als vier Prozent abstürzten. Der Elektrowagen-Pionier hat sein Absatzziel verfehlt und den Verlust ausgeweitet. Kellogg -Papiere büßten rund vier Prozent ein. Auch hier blieb der Quartalsumsatz hinter den Analystenerwartungen zurück.

Das Internet-Reiseportal Expedia übernimmt den Rivalen Orbitz Worldwide. Dafür würden 1,38 Milliarden Dollar in bar bezahlt, erklärte Expedia. Orbitz betreibt unter anderem die Webseite cheaptickets.com. Expedia-Anteilsscheine kletterten 14 Prozent, Orbitz-Aktien 22 Prozent.

Dem größten chinesischen Internetsuchmaschinen-Betreiber Baidu setzt der Smartphone-Boom zu. Für das laufende Quartal sagte das Management einen Umsatz unter den Analystenerwartungen voraus. Ähnlich wie Rivale Google leidet der Konzern darunter, dass immer mehr Nutzer über ihre Handys ins Netz gehen. Die Baidu-Aktie ließ 4,5 Prozent Federn.

In Frankfurt schloss der Dax 1,6 Prozent höher auf 10.919,65 Zählern, der EuroStoxx50 gewann 1,3 Prozent. Unterstützt wurden die Kurse von der Schwedischen Notenbank, die ihre Zinsen auf minus 0,1 Prozent senkte und den Ankauf von Staatsanleihen ankündigte.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 800 Millionen Aktien den Besitzer. 2403 Werte legten zu, 682 gaben nach und 115 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 2,05 Milliarden Aktien 1931 im Plus, 806 im Minus und 122 unverändert.

Die US-Kreditmärkte gaben nach. Die zehnjährigen Staatsanleihen verloren 1/32 auf 100-3/32. Die Rendite stieg auf 1,9896 Prozent. Der 30-jährige Bond sank 9/32 auf 108-24/32 und rentierte mit 2,5770 Prozent. Nach der Einigung auf die Waffenruhe in der Ukraine hätten Investoren ihre Bonds verkauft, sagten Händler.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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