Börse New York
Nachlassende Furcht vor Nordkorea-Krise stützt Wall Street

Das vorläufige Ende der Eskalation im Streit zwischen den USA und Nordkorea hat die US-Börsen gestützt. Allerdingst bremste der starke Dollar den Trend aus. Im Fokus standen die neuen Lieblingsaktien von Warren Buffett.
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New YorkAn der Wall Street hat die Furcht vor einem bewaffneten Konflikt zwischen den USA und Nordkorea weiter nachgelassen. Dies stützte am Dienstag die Kurse der wichtigen US-Börsenbarometer. „Zumindest aktuell sieht es so aus, als ob der Weg in Richtung einer bewaffneten Konfrontation für keine der beiden Seiten das bevorzugte Szenario ist“, sagte Aktienhändler Markus Huber vom Brokerhaus City of London.

Von Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un gingen zuletzt Entspannungssignale aus. Er will der staatlichen Nachrichtenagentur KCNA zufolge warten mit seiner Entscheidung über einen Raketenangriff auf die Pazifikinsel Guam, auf der die USA einen Militär-Stützpunkt betreiben.

Vergangene Woche hatten Sorgen vor einer Zuspitzung des Streits die Kurse gedrückt. US-Präsident Donald Trump hatte Nordkorea für den Fall weiterer Provokationen „Feuer und Zorn“ angekündigt. Die Führung in Pjöngjang drohte daraufhin mit einem Präventivschlag und einem Raketenangriff auf Guam.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte ging unverändert bei 21.998 Punkten aus dem Handel. Der breiter gefasste S&P-500 schloss unverändert auf 2464 Zählern. Der Index der Technologiebörse Nasdaq verringerte sich um 0,1 Prozent auf 6333 Punkte.

Ausgebremst wurden die drei Barometer von der Aufwertung der US-Währung, die Waren der amerikanischen Unternehmen auf dem Weltmarkt weniger wettbewerbsfähig macht. Wegen Spekulationen auf eine baldige weitere Zinserhöhung der Notenbank (Fed) stieg der Dollar-Index, der den Kurs zu wichtigen Währungen widerspiegelt, um 0,4 Prozent. Getrieben wurde die Rally von entsprechenden Signalen eines einflussreichen US-Notenbankers sowie von überraschend starken US-Konjunkturdaten.

Bei den Einzelwerten rauschten Advance Auto Parts rund 20 Prozent in die Tiefe - so viel wie noch nie. Der Autoteile-Händler kürzte nach einem schlechter als erwartet ausgefallenen Quartalsergebnis seine Gesamtjahresziele.

Zu den Favoriten der Wall Street gehörte Synchrony Financial. Die Aktien des Kreditkarten-Anbieters stiegen um gut vier Prozent. Star-Investor Warren Buffett, dessen Beteiligungsfirma Berkshire Hathaway bereits etwa ein Sechstel am Konkurrenten American Express hält, sicherte sich 17,5 Millionen von insgesamt rund 795 Millionen Papieren der ehemaligen Sparte von General Electric (GE).

Fast drei Prozent abwärts ging es für Home Depot, obwohl anhaltende Investitionen von Bauherren der US-Baumarktkette die Kassen füllen. Von Mai bis Juli stiegen Umsatz wie Gewinn auf Rekordwerte. Daraufhin schraubte der Konzern seine Erwartungen fürs Gesamtjahr nach oben.

Dax und EuroStoxx50 legten leicht auf 12.177 beziehungsweise 3462 Punkte zu. Wegen des Feiertags in einigen europäischen Staaten und Regionen blieben die Umsätze aber dünn. Mit knapp 2,2 Milliarden Euro war der Aktienumsatz im Dax so niedrig wie zuletzt vor zweieinhalb Monaten.

An der New Yorker Börse wechselten rund 700 Millionen Aktien den Besitzer. 1050 Werte legten zu, 1848 gaben nach und 164 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 1,56 Milliarden Aktien 950 im Plus, 1952 im Minus und 223 unverändert.

Die US-Kreditmärkte waren angesichts der Entspannung in der Nordkorea-Krise nicht mehr als sicherer Hafen gefragt und ließen Federn. Die zehnjährigen Staatsanleihen verloren 12/32 auf 99-28/32. Die Rendite stieg auf 2,2623 Prozent. Der 30-jährige Bond sank 20/32 auf 98-8/32 und rentierte mit 2,8370 Prozent.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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