Börse New York: Netflix und Goldman treiben Wall Street an

Börse New York
Netflix und Goldman treiben Wall Street an

Der Reigen der Quartalszahlen in den USA hält an. Die großen Unternehmen vermelden Gewinne. Das sorgt für gute Laune an den US-Börsen und treibt die Kurse nach oben.

New YorkErmutigende Geschäftszahlen von Netflix und Goldman Sachs haben die US-Börsen am Dienstag angeschoben. Schon in den vergangenen Tagen hatten die Bilanzen einiger Branchengrößen die Markterwartungen übertroffen. Vor allem die Finanzbranche schlug sich im Sommer wesentlich besser als von Experten erwartet, weil der Handel rund lief. Thomson-Reuters-Daten zufolge erwarten Analysten mittlerweile, dass die Unternehmen aus dem S&P-500-Index im Schnitt ihren Gewinn dieses Mal leicht ausgeweitet haben. Zuletzt wurde noch eher mit einem erneuten Rückgang gerechnet.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte pendelte im Verlauf zwischen einem Hoch von 18.225 und einem Tief von 18.129 Punkten. Er schloss mit einem Plus von 0,4 Prozent auf 18.161 Zählern. Der breiter gefasste S&P-500 stieg um 0,6 Prozent auf 2139 Stellen. Der Index der Technologiebörse Nasdaq erhöhte sich um 0,9 Prozent auf 5243 Punkte.

Netflix mit steigenden Abo-Zahlen

Die Aktien der Google-Mutter Alphabet erreichten mit einem Preis von 828,21 Dollar pro Stück zeitweise ihren höchsten Stand seit dem Google-Börsengang im Jahr 2004. Hintergrund waren positive Bewertungen des neuen Handys Pixel. Die Anteilsscheine gingen bei 821,49 Dollar aus dem Handel, ein Plus von 1,8 Prozent.

Tesla -Papiere verteuerten sich um 2,7 Prozent. Das Unternehmen erklärte, von jetzt an müssten Kunden nach der Bestellung eines Model 3 bis 2018 auf die Auslieferung warten.

Im Blickpunkt stand zudem Netflix. Die Aktien der Online-Videothek stiegen um 19 Prozent. Das Unternehmen hat im abgelaufenen Vierteljahr die Abonnenten-Zahl deutlicher gesteigert als erwartet.

Goldman Sachs legte im dritten Quartal einen Gewinnsprung von fast 60 Prozent hin. Es ist bereits das zweite Vierteljahr in Folge mit Zuwächsen, nachdem es zuvor vier Quartale am Stück bergab ging. Die Aktie verteuerte sich um 2,1 Prozent.

IBM -Papiere büßten dagegen 2,6 Prozent an Wert ein. Der Umsatz des Technologie-Schwergewichts fiel das 18. Quartal in Folge.

Intel und Yahoo wiesen nach US-Börsenschluss deutliche Umsatzzuwächse im abgelaufenen Quartal aus.

Auch in Europa ging es an den Börsen deutlich nach oben. Vor allem die Hoffnung auf weitere Geldspritzen der EZB ermutigte Anleger zum Kauf von Aktien. Der Dax legte 1,2 Prozent auf 10.631 Punkte zu, der EuroStoxx50 gewann 1,3 Prozent auf 3046 Zähler.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 742 Millionen Aktien den Besitzer. 2285 Werte legten zu, 705 gaben nach und 121 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von etwa 1,5 Milliarden Aktien 1807 Titel im Plus, 998 im Minus und 214 unverändert.

An den US-Kreditmärkten stiegen die zehnjährigen Staatsanleihen um 06/32 auf 97-25/32. Sie rentierten mit 1,75 Prozent. Die 30-jährigen Bonds kletterten 10/32 auf 94-20/32 und hatten eine Rendite von 2,51 Prozent. Händler verwiesen unter anderem auf jüngste US-Inflationsdaten, die Erwartungen auf eine Zinserhöhung der Fed im Dezember untermauerten.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur
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