Börse New York Neue Rekorde an der Wall Street

Fed-Chefin Yellen bereitete den Boden für baldige Zinserhöhung. Das freute die Anleger an den US-Börsen: Die Indizes schlossen mit neuen Höchstständen. Im Mittelpunkt stand der mögliche Verkauf von Opel an Peugeot.
Update: 14.02.2017 - 22:15 Uhr Kommentieren
Die Anleger hielten sich vor der Yellen-Rede zurück. Quelle: Reuters
New York Stock Exchange

Die Anleger hielten sich vor der Yellen-Rede zurück.

(Foto: Reuters)

New YorkDie US-Börsen sind am Dienstag zum nächsten Rekord geeilt. Nach einem schwachen Auftakt erholte sich die Wall Street dabei im Handelsverlauf. Alle drei Marktbarometer markierten neue Höchststände. Im Mittelpunkt standen Diskussionen über den möglichen Verkauf von Opel an Peugeot. US-Notenbankchefin Janet Yellen bereitete derweil die Finanzmärkte mit klaren Signalen auf bald steigende Zinsen vor. Ein solcher Schritt sei unter gewissen Bedingungen auf einer der nächsten Sitzungen "wahrscheinlich angebracht". Es sei aus ihrer Sicht unklug, die Straffung zu lange hinauszuzögern, sagte sie bei ihrem ersten Auftritt vor dem Kongress seit dem Amtsantritt von US-Präsident Donald Trump

Der Dow-Jones-Index mit den Standardwerten schloss 0,4 Prozent höher auf 20.504 Punkten. Der breiter gefasste S&P-500 stieg um 0,4 Prozent auf 2337 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq verbesserte sich um 0,3 Prozent auf 5782 Punkte. Dax und EuroStoxx50 gingen jeweils kaum verändert bei 11.771 und 3308 Punkten aus dem Handel.

Die wertvollsten Börsenkonzerne der Welt
Platz 15: Bank of America
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Das größte Kreditinstitut der USA gehört mit einem Börsenwert von 222,8 Milliarden Euro (236,5 Mrd. Dollar) zu den wertvollsten Unternehmen der Welt.

Quelle: Bloomberg

Platz 14: Tencent
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Das Internetunternehmen aus China hat einen Börsenwert von 233,1 Milliarden Euro (247,5 Mrd. Dollar). Der Konzern bietet Internet mit Zusatzfunktionen, Mobilfunk und Telekom-Dienste sowie Online-Werbung an.

Platz 13: AT&T
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Der nordamerikanische Telekommunikationskonzern mit Sitz in Dallas, Texas, hat einen Börsenwert von 235,2 Milliarden Euro (249,6 Mrd. Dollar). Das Unternehmen bietet Telefon-, Daten- und Videokommunikation sowie Mobilfunk und Internetdienstleistungen für andere Unternehmen und Privatkunden an.

Platz 12: Alibaba
4 von 15

Das chinesische Unternehmen mit Sitz in Hangzhou im Osten des Landes wurde vom ehemaligen Englischlehrer Jack Ma gegründet. Mit 242,4 Milliarden Euro (257,3 Mrd. Dollar) liegt es auf Platz zwölf der wertvollsten Börsenkonzerne der Welt.

Platz 11: General Electric
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Der US-amerikanische Mischkonzern mit Sitz in Boston, Massachusetts, entwickelt Lösungen in den Bereichen Infrastruktur und Verkehr, Energie und Bauen. Zudem entwickelt und baut GE Medizin- und Elektrogeräte. Er kommt auf einen Börsenwert von 250,3 Milliarden Euro (265,7 Mrd. Dollar).

Platz 10: Wells Fargo
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Das US-amerikanische Finanzdienstleistungsunternehmen mit Sitz in San Francisco ist in mehr als 35 Ländern mit 9.000 Bankfilialen vertreten. Es liegt mit 270,1 Milliarden Euro (286,7 Mrd. Dollar) auf dem zehnten Platz der wertvollsten Unternehmen der Welt.

Platz 9: Johnson & Johnson
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Der US-amerikanische Pharma- und Konsumgüterkonzern mit Sitz in New Brunswick, New Jersey, hat einen Börsenwert von 297,0 Milliarden Euro (315,3 Mrd. Dollar).

General Motors prüft einen Verkauf der deutschen Tochter Opel an Peugeot. Insidern zufolge ist eine Einigung binnen Tagen möglich. Peugeot-Aktien stiegen daraufhin in Paris um bis zu 6,9 Prozent auf ein Eineinhalb-Jahres-Hoch von 19,17 Euro. GM legten an der Wall Street 4,8 Prozent zu.

Analysten beurteilten einen möglichen Zusammenschluss allerdings skeptisch. "Von Seiten GM wäre der Verkauf ein Bruch mit der Tradition", sagte NordLB-Analyst Frank Schwope. "Die Amerikaner haben in den vergangenen 90 Jahren viel Schweiß und Herzblut in die Sanierung von Opel gesteckt. Peugeot hat dann drei Marken unter einem Dach, die sich gegenseitig das Wasser abgraben." Der französische Konzern verkauft bislang Fahrzeuge der Marken Peugeot und Citroen.

Der angedachte Opel-Deal schürte Fusionsfantasien in der Branche. Fiat-Chrysler -Aktien sprangen an der Wall Street 4,4 Prozent in die Höhe. Die Anteilsscheine des GM-Rivalen Ford verbesserten sich um knapp ein Prozent.

Die Aussicht auf steigende Zinsen und damit höhere Einnahmen aus dem Kreditgeschäft gab den Banken Auftrieb. Der US-Branchenindex stieg um mehr als ein Prozent auf ein Neun-Jahres-Hoch.

Dank eines rasanten Kundenwachstums verdoppelte die US-Mobilfunktochter der Deutschen Telekom den Jahresgewinn. T-Mobile US verdiente 2016 unter dem Strich 1,46 Milliarden Dollar nach 733 Millionen im Jahr zuvor. Die Aktie verteuerte sich um 1,2 Prozent.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 810 Millionen Aktien den Besitzer. 1526 Werte legten zu, 1398 gaben nach und 167 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 1,92 Milliarden Aktien 1600 im Plus, 1223 im Minus und 248 unverändert.

Die US-Kreditmärkte gaben in der Erwartung einer baldigen Zinserhöhung nach. Die zehnjährigen Staatsanleihen verloren 10/32 auf 98-2/32. Die Rendite stieg auf 2,470 Prozent. Der 30-jährige Bond sank 17/32 auf 98-26/32 und rentierte mit 3,062 Prozent. .

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