Börse New York
Nordkorea-Krise bedrückt die Anleger

Die zunehmenden Spannungen in der Nordkorea-Krise sorgen an den US-Märkten für gedrückte Stimmung. Auf die Rede von Fed-Chefin Yellen gab es wiederum nur wenig Resonanz. Die Technologiewerte erholten sich etwas.
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FrankfurtZunehmende Spannungen zwischen den USA und Nordkorea haben am Dienstag die Wall Street belastet. Nach dem jüngsten verbalen Schlagabtausch verstärkt die Führung in Pjöngjang offenbar die Verteidigung an der Ostküste des Landes, wie die südkoreanische Nachrichtenagentur Yonhap meldete. Nach den Worten von Präsident Donald Trump sind auch die USA auf einen Militäreinsatz vorbereitet. "Wir sind komplett vorbereitet auf die zweite Option, auch wenn es nicht die bevorzugte Option ist", sagte Trump. Wegen des anhaltenden Streits überdächten einige Anleger ihre Engagements unmittelbar vor Ablauf des Quartals, sagte Peter Cardillo, Chef-Volkswirt des Brokerhauses First Standard Financial.

Ohne größere Resonanz an der Wall Street blieben Äußerungen von US-Notenbankchefin Janet Yellen. Diese sagte in einer Rede in Cleveland, es wäre "unklug", die geldpolitischen Zügel erst dann weiter zu straffen, wenn das Zwei-Prozent-Ziel der Notenbank (Fed) bei der Inflation erreicht sei.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss 0,1 Prozent tiefer auf 22.284 Punkten. Der breiter gefasste S&P-500 trat bei 2496 Zählern auf der Stelle. Der Index der Technologiebörse Nasdaq verbesserte sich um 0,1 Prozent auf 6380 Punkte. In Frankfurt ging der Dax 0,1 Prozent fester bei 12.605 Punkten aus dem Handel.

An der Wall Street erholten sich Technologiewerte von ihren jüngsten Kursverlusten. Apple etwa rückten 1,7 Prozent vor. Facebook, die zum Wochenauftakt noch um 4,5 Prozent abgerutscht waren, kletterten 0,8 Prozent.

Der Kurs von Nvidia zog um 0,6 Prozent an. Das Unternehmen stellte eine neue Software für Künstliche Intelligenz vor, die Bild- und Spracherkennung verbessern soll.

Die Titel der Wirtschaftsauskunftei Equifax legten nach anfänglichen Verlusten 0,9 Prozent zu. Unternehmenschef Richard Smith trat zurück und zog damit die Konsequenz aus einem massiven Datendiebstahl.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 740 Millionen Aktien den Besitzer. 1627 Werte legten zu, 1244 gaben nach und 184 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 1,9 Milliarden Aktien 1653 im Plus, 1227 im Minus und 231 unverändert.

Die US-Kreditmärkte ließen nach der Yellen-Rede Federn. Die zehnjährigen Staatsanleihen verloren 4/32 auf 100-4/32. Die Rendite stieg auf 2,2357 Prozent. Der 30-jährige Bond sank 11/32 auf 99-14/32 und rentierte mit 2,7770 Prozent.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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