Börse New York: Ölpreis beschert US-Märkten erneutes Minus

Börse New York
Ölpreis beschert US-Märkten erneutes Minus

An der Wall Street geht es zum Wochenbeginn nach unten. Eine Rekordfördermenge an Öl im Irak befeuert die Sorgen vor einem Überangebot. Die Fast Food-Kette McDonald´s überraschte die Anleger unterdessen mit guten Zahlen.

New YorkDer schwankende Ölpreis hat die US-Börsen fest im Griff. Nach einer kurzen Erholung zum Ende der vergangenen Woche verbuchte die Wall Street am Montag erneut Abschläge. Der wieder fallende Ölpreis ließ viele Anleger vorsichtiger werden. Händler verwiesen auf den Irak, der nach eigenen Angaben zuletzt so viel Öl wie noch nie förderte. Damit sei das Thema Überangebot wieder aktuell. Einige Anleger hielten sich aber offenbar auch zurück, weil sie die anstehende Notenbank-Sitzung abwarten wollten. Am Freitag stehen außerdem Daten zum Bruttoinlandsprodukt an, die Aufschluss über den Zustand der größten Volkswirtschaft der Welt geben sollen.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss 1,3 Prozent tiefer bei 15.885 Punkten. Der breiter gefasste S&P 500 gab um 1,6 Prozent auf 1877 Zähler nach. Der Index der Technologiebörse Nasdaq fiel um 1,6 Prozent auf 4518 Stellen. Am Freitag hatte die Wall Street noch die erste positive Wochenbilanz in diesem Jahr gezogen, nachdem sich der Ölpreis im Zuge der Kältewelle in den USA erholt hatte.

Auf dem Verkaufszettel standen Twitter -Aktien. Sie gaben 4,6 Prozent nach. Konzernchef Jack Dorsey teilte mit, dass vier Spitzenkräfte das Unternehmen verlassen.

Die Papiere von Tyco International verteuerten sich um mehr als elf Prozent. Der Mischkonzern will mit dem Autozulieferer Johnson Controls fusionieren, dessen Aktien um 3,9 Prozent nachgaben.

Anleger honorierten derweil besser als erwartet ausgefallene Umsätze und Gewinne von McDonald’s Corp. mit einem Aufschlag von 0,7 Prozent. Die Fastfood-Kette wies ihr bestes Quartalswachstum seit fast vier Jahren aus. Die Geschäftsentwicklung in den USA verbesserte sich, nachdem Frühstücksangebote den ganzen Tag serviert wurden. Dies schürte die Hoffnung, dass Konzernchef Steve Easterbrook McDonald’s nach einer zuletzt mauen Entwicklung wieder in Fahrt bringen kann.

Nach den Kursgewinnen der vergangenen Woche ließen es die europäischen Anleger am Montag ebenfalls etwas langsamer angehen. Der Dax verlor 0,3 Prozent auf 9736,15 Punkte, der EuroStoxx50 gab 0,7 Prozent nach. Für Verunsicherung sorgten wie in den USA die starken Schwankungen beim Ölpreis. "Das Kräftemessen am Ölmarkt ist noch nicht entschieden", fasste ein Händler zusammen. Zur schlechteren Stimmung trug auch der unerwartet starke Rückgang des Ifo-Index bei, der die Stimmung in den deutschen Chef-Etagen misst.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 1,06 Milliarden Aktien den Besitzer. 466 Werte legten zu, 2642 gaben nach, und 80 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 1,92 Milliarden Aktien 716 im Plus, 2132 im Minus und 114 unverändert.

Die US-Kreditmärkte waren als sicherer Hafen gefragt und legten zu. Die zehnjährigen Staatsanleihen gewannen 8/32 auf 102-1/32. Die Rendite sank auf 2,02 Prozent. Der 30-jährige Bond erhöhte sich um 14/32 auf 104-1/32 und rentierte mit 2,8 Prozent.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur
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