Börse New York: Ölpreis und Bankaktien belasten Wall Street

Börse New York
Ölpreis und Bankaktien belasten Wall Street

Die US-Börsen haben am Mittwoch leicht nachgegeben. Vor allem der Ölpreis-Rückgang und Kursabschläge im Bankensektor belasteten die Wall Street. Bei den Einzelwerten stand Michael Kors im Fokus.
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New YorkBelastet von einem Ölpreis-Rückgang und Kursabschlägen im Bankensektor haben die US-Börsen am Mittwoch leicht nachgegeben. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss 0,1 Prozent tiefer auf 21.008 Punkten. Der breiter gefasste S&P-500 trat auf der Stelle. Der Index der Technologiebörse Nasdaq verringerte sich um 0,1 Prozent auf 6198 Punkte.

Öl verbilligte sich um knapp drei Prozent, was zu Kursverlusten bei Energie-Aktien wie Exxon führte. "Offensichtlich wiegt die Enttäuschung über den Ausgang des Opec-Treffens noch immer schwer", konstatierten die Analysten der Commerzbank. Die vom Exportkartell beschlossene Verlängerung der Förderbremse fiel mit neun Monaten kürzer aus als erwartet. Gleichzeitig pumpen die USA so viel Öl aus dem Boden wie seit Jahren nicht. "Solange es nicht zu einem spürbaren Abbau der Ölvorräte kommt, dürften die Preise weiter zur Schwäche neigen", betonte die Commerzbank.

JPMorgan und Bank of America schickten mit enttäuschenden Prognosen zur Entwicklung der Handelseinnahmen die Aktien von US-Banken auf Talfahrt. Der S&P-500-Banken-Index gab 1,7 Prozent nach. Die Anteilsscheine von Bank of America, Citigroup und JPMorgan ließen zwischen 1,8 und 2,1 Prozent Federn. JPMorgans Finanzchefin Marianne Lake hatte zuvor auf einer Investorenkonferenz gesagt, dass die Handelseinnahmen des Geldhauses im bisherigen Verlauf des zweiten Quartals um 15 Prozent gefallen seien. Bank of America warnte, dass die Handelseinnahmen in dem Vierteljahr niedriger als im Vorjahresquartal ausfallen dürften.

Bei den Einzelwerten gaben Papiere von Michael Kors 8,5 Prozent nach. Der Luxusmoden-Hersteller ist in die roten Zahlen gerutscht und will bis zu 125 seiner weltweit 860 Filialen schließen.

Zu den Verlierern zählten auch Anteilsscheine von Kohlekonzernen. Peabody Energy ließen trotz der drohenden Abkehr der USA aus dem Pariser Klimavertrag 2,2 Prozent Federn. Marktteilnehmer befürchten, dass durch einen US-Ausstieg die amerikanische Kohleindustrie einen Imageschaden im Ausland erleiden könnte.

In Frankfurt schloss der Dax knapp im Plus bei 12.615 Punkten. Der EuroStoxx50 gab 0,2 Prozent nach auf 3554 Zähler. An der New York Stock Exchange wechselten rund 1,45 Milliarden Aktien den Besitzer. 1468 Werte legten zu, 1467 gaben nach und 159 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 2,14 Milliarden Aktien 1393 im Plus, 1448 im Minus und 233 unverändert.

Die US-Kreditmärkte legten zu. Die zehnjährigen Staatsanleihen gewannen 2/32 auf 101-15/32. Die Rendite sank auf 2,2080 Prozent. Der 30-jährige Bond erhöhte sich um 9/32 auf 102-19/32 und rentierte mit 2,8703 Prozent. Händler erklärten die Aufschläge mit Käufen der Investoren zum Monatsende zur Rebalancierung des Portfolios.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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