Börse New York
Ölpreise bringen Wall Street auf Rekordkurs

Die US-Anleger greifen zu Wochenbeginn wieder bei Aktien zu. Für gute Stimmung sorgen die Rohölmärkte. Spekulationen um eine Fördergrenze der OPEC-Staaten treiben den Ölpreis und den Dow Jones in die Höhe.

New YorkHöhere Öl-Preise haben den US-Börsen zum Wochenauftakt neue Rekorde beschert. Zudem rechnen nach erneut enttäuschenden Konjunkturdaten immer weniger Anleger noch für das laufende Jahr mit einer Zinserhöhung der US-Notenbank Fed, was am Montag ebenfalls zum Kauf anregte.

Der Dow-Jones-Index stieg um 0,3 Prozent auf 18.636 Punkte. Der breiter gefasste S&P legte ebenfalls um 0,3 Prozent auf 2190 Stellen zu. Der Index der Technologiebörse Nasdaq gewann 0,6 Prozent auf 5262 Zähler. Alle drei Indizes markierten damit zum Handelsschluss erneut Allzeithochs. Allein der S&P 500 hat seit Juli mehrfach Rekorde gebrochen. Der Dax hatte mit 10.739 Punkten 0,2 Prozent höher geschlossen.

Die richtungsweisende Nordsee-Sorte Brent und US-Leichtöl WTI verteuerten sich beide um etwa drei Prozent auf den höchsten Stand seit fünf Wochen. Spekulationen auf eine gemeinsame Aktion der ölproduzierenden Länder zur Eindämmung des weltweiten Überangebots nehmen seit einigen Tagen wieder zu.

Für Kauflust sorgte auch der jüngste überraschende Rückgang des Geschäftsklima-Indexes der Unternehmen im Großraum New York. "Die Marktteilnehmer sehen die Chance für eine US-Zinserhöhung im Dezember bei weniger als 50 Prozent", sagte Omer Esiner, Marktanalyst beim Brokerhaus Commonwealth Foreign Exchange. Die Fed kommt zwar zuvor noch im September und November zu Sitzungen zusammen. Wegen der Präsidenten- und Kongresswahl im November gilt ein solcher Zinsschritt jedoch als faktisch ausgeschlossen.

Bei den Einzelwerten stand Twitter im Fokus. Der "New York Times" zufolge führt der Internet-Dienst Gespräche über eine Zusammenarbeit mit Apple: Mit der Twitter-App könnten dann Besitzer der TV-Konsole des Technikriesen Spiele der American-Football-Profiliga NFL verfolgen, berichtete die Zeitung. Twitter-Aktien schlossen 6,8 Prozent im Plus, Apple-Titel legten um 1,2 Prozent zu.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 741 Millionen Aktien den Besitzer. 1964 Werte legten zu, 1040 gaben nach und 111 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 1,53 Milliarden Aktien 1989 Werte im Plus, 889 im Minus und 149 unverändert.

Bei den US-Staatsanleihen stand ebenfalls die Fed-Politik im Fokus. Die zehnjährigen Papiere fielen um 12/32 auf 99-14/32. Sie rentierten mit 1,56 Prozent. Die 30-jährigen Bonds fielen um 1/32 auf 99-8/32 und hatten eine Rendite von 2,28 Prozent.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur
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