Börse New York
Ölpreisverfall drückt US-Kurse ins Minus

Während in Europa die beginnende US-Berichtssaison die Aktienmärkte antreibt, starten die US-Börsen negativ in die Woche: Die Anleger lassen sich vom Ölpreis lähmen. Zu den Gewinnern gehören Pharmaunternehmen.
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New YorkDer Verfall der Ölpreise hat die US-Börsen zum Wochenauftakt unter Druck gesetzt. Am Montag sackte der Preis für Nordseeöl der Sorte Brent zeitweise um fast sechs Prozent auf 47,18 Dollar je Fass (159 Liter) ab und notierte damit so niedrig wie seit Mitte März 2009 nicht mehr, als die Finanzkrise im Sog der Pleite der US-Investmentbank Lehman Brothers ihren Höhepunkt erreichte.

An der Wall Street zählten deshalb vor allem Energiewerte zu den Verlierern. Zudem hielten sich viele Anleger unmittelbar vor Beginn der Bilanzsaison zurück: Der Aluminiumkonzern Alcoa veröffentlichte nach Börsenschluss als erstes großes Unternehmen seine Gewinn- und Umsatzentwicklung im abgelaufenen Quartal.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss 0,5 Prozent tiefer auf 17.640 Punkten. Der breiter gefasste S&P-500 fiel 0,8 Prozent auf 2028 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq verlor 0,8 Prozent auf 4664 Punkte. Dagegen fassten die Aktienanleger in Europa wieder etwas mehr Mut. Dax und EuroStoxx50 machten einen Teil ihrer Vorwochenverluste wett und legten 1,4 Prozent auf 9781,90 und 3084,18 Punkte zu.

Bei den Einzelwerten gehörten an den US-Börsen die Papiere des Pharmaunternehmens Foundation Medicine (FMI) zu den Gewinnern, die sich auf rund 47 Dollar fast verdoppelten. Der Schweizer Konzern Roche investiert mehr als eine Milliarde Dollar in FMI und wird dort Mehrheitseigner. Die beiden Unternehmen wollen zusammenarbeiten, um neue Behandlungsmöglichkeiten für Krebspatienten zu finden.

Auch der Pharmahersteller Shire geht auf Einkaufstour. Der in Irland beheimatete Konzern übernimmt für 5,2 Milliarden Dollar das US-Unternehmen NPS Pharmaceuticals, das auf die Behandlung seltener Krankheiten spezialisiert ist. NPS-Pharmaceuticals-Aktien sprangen gut acht Prozent in die Höhe.

Gefragt waren auch die Papiere das Pharmakonzerns Bristol-Myers Squibb, die um rund drei Prozent kletterten. Anleger spekulieren auf einen Erfolg eines neuen Lungenkrebs-Medikaments. Eine Untersuchung über dessen Wirksamkeit steht kurz vor dem Abschluss.

Auf den Verkaufslisten der Börsianer standen dagegen Tiffany. Die Aktien des Edeljuweliers brachen knapp 14 Prozent ein, nachdem das Unternehmen seine Gewinnprognose nach einem schwachen Weihnachtsgeschäft gesenkt hatte.

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