Börse New York
Pharmabranche wird zum großen Thema an der Wall Street

An der Wall Street gab es am Montag keine klare Richtung, die Indizes schlossen uneinheitlich. Statt auf die Krise in der Ukraine schauen die Anleger gespannt auf mehrere Pharma-Übernahmeangebote.
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New YorkAn den US-Börsen haben sich am Montag die Optimisten durchgesetzt. Die anziehenden Übernahmeaktivitäten und gute Daten vom amerikanischen Immobilienmarkt setzten sich letztlich gegen die Sorgen über die Ukraine-Krise durch. Diese hatten vor dem Wochenende die Aktienmärkte weltweit belastet.

Für Gesprächsstoff an der Wall Street sorgten milliardenschwere Übernahmeofferten in der Pharmabranche. Kräftige Kursabschläge bei Finanzwerten und bei Amazon sowie die Krise in der Ukraine lasteten auf den Indizes. Angesichts der Verschleppung mehrerer Militärbeobachter der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) durch pro-russische Separatisten verschärfte der Westen seine Sanktionen gegen Russland.

Die US-Börsen schlossen am Montag nach einer Achterbahnfahrt uneinheitlich. Der Dow-Jones -Index beendete den Handel 0,5 Prozent höher auf 16.488 Punkten. Der S&P 500 -500-Index rückte um 0,3 Prozent auf 1869 Punkte vor. Die Technologiebörse Nasdaq trat bei 4074 Punkten auf der Stelle. In Frankfurt verabschiedete sich der Dax dagegen mit einem Plus von 0,5 Prozent auf 9446 Punkten in den Feierabend. Der EuroStoxx50 legte 0,5 Prozent auf 3161 Zähler zu.

Zentrales Thema auf dem Börsenparkett war das knapp 100 Milliarden Dollar schwere Übernahmeangebot des US-Pharmariesen Pfizer für AstraZeneca. Die Papiere des britischen Pharmakonzerns stiegen um bis zu 17,6 Prozent auf ein Rekordhoch von 4796,5 Pence. Pfizer gewannen an der Wall Street rund vier Prozent.

Das Übernahmekarussell in der Pharmabranche dreht sich auch in der zweiten Reihe immer schneller. Der US-Konzern Forest Laboratories kündigte den Kauf von Furiex Pharmaceuticals für bis rund 1,5 Milliarden Dollar an. Furiex-Aktien sprangen 29 Prozent in die Höhe.

Für die Aktien von Merck & Co ging es hingegen trotz guter Nachrichten um 0,98 Prozent nach unten. Nach Angaben der Tageszeitung „Die Welt“ interessieren sich sowohl der Pharmakonzern Bayer als auch der britische Konsumgüterkonzern Reckitt Benckiser für das Geschäft der Amerikaner mit nicht verschreibungspflichtigen Arzneien. Nach dem europäischen Börsenschluss bestätigte Reckitt entsprechende Gespräche.

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