Börse New York
Politzirkus lähmt die Wall Street

Unsicherheit über den weiteren Kurs der US-Notenbank hat am Dienstag die New Yorker Börsen gebremst. Nach erneuten Enthüllungen über die Trumps ging bei den Anlegern auch die Angst vor einem Stillstand in Washington um.
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New YorkUnsicherheit über den weiteren Kurs der US-Notenbank hat am Dienstag auch die New Yorker Börsen gebremst. Vor dem Auftritt von Fed-Chefin Janet Yellen im Kongress blieben viele Anleger in Deckung, sagten Händler. Sie wird am Mittwoch und Donnerstag den zuständigen Ausschüssen des Parlaments Auskunft über die geldpolitische Lage geben.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss unverändert auf 21.409 Punkten. Der breiter gefasste S&P-500 trat bei 2425 Punkten auf der Stelle. Der Index der Technologiebörse Nasdaq verbesserte sich um 0,3 Prozent auf 6193 Punkte. Unsicherheit über die weitere US-Geldpolitik lähmte auch die europäischen Aktienbörsen. Der Dax schloss mit 12.437 Punkten minimal niedriger, der EuroStoxx50 verlor 0,4 Prozent auf 3464 Zähler.

Vor Yellens Anhörung gebe es etwas Nervosität, sagte Chefvolkswirt Scott Brown vom Broker Raymond James. "Der halbjährliche Bericht zur Geldpolitik war oft ein großes Ding für die Märkte." Börsianer erhoffen sich neben Hinweisen auf Tempo und Ausmaß weiterer Zinserhöhungen Signale dazu, wie die Federal Reserve die durch Anleihekäufe aufgeblähte Bilanz abbauen will.

US-Präsident Donald Trump könnte nach einer neuen Enthüllung in der Russland-Affäre weiter unter Druck geraten. Sein Sohn veröffentlichte am Dienstag E-Mails, nach denen die russische Staatsanwaltschaft im Wahlkampf belastendes Material über die Demokratin Hillary Clinton anbot. Damit kam Donald Trump Jr. der Enthüllung einer Zeitung zuvor.

Die Anleger fürchteten mehr politische Unsicherheit, sagte Robert Pavlik, Chef-Marktstratege bei Boston Private Wealth in New York. Der Stillstand in Washington könnte eine Umsetzung von Trumps Wirtschaftsplänen weiter verzögern. Für Erleichterung sorgte dann aber, dass die Republikaner im US-Senat die Sommerpause der Kammer verschoben, um mehr Zeit für wichtige Gesetzesvorhaben zu bekommen.

Zudem wagten sich Anleger vor den ersten Quartalszahlen der Großbanken kaum aus der Defensive. Sie werden am Freitag von JP Morgan, Wells Fargo und Citigroup erwartet.

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