Börse New York: Positiver Arbeitsmarkt schiebt Wall Street leicht an

Börse New York
Positiver Arbeitsmarkt schiebt Wall Street leicht an

242.000 neue Stellen schuf die US-Wirtschaft im Februar – deutlich mehr, als Experten erwartet hatten. Wegen der langsamen Lohnentwicklung stiegen die Kurse jedoch nur leicht. Für Euphorie sorgte ein Chip-Hersteller.

New YorkDie Wall Street hat am Freitag trotz der Erholung am Arbeitsmarkt nur moderat zugelegt. Die US-Wirtschaft schuf im Februar 242.000 neue Arbeitsplätze und damit deutlich mehr als erwartet. Von Reuters befragte Ökonomen hatten mit lediglich 190.000 Stellen gerechnet. Gleichzeitig sanken aber die Stundenlöhne. Experten sind sich uneins, ob die US-Notenbank Fed damit nun mehr oder weniger Spielraum für weitere Zinserhöhungen hat. Besonders die Lohnentwicklung sei enttäuschend, sagte Commerzbank-Analystin Esther Reichelt. „Es sieht eher danach aus, als ob die US-Notenbank mit einer weiteren Erhöhung der Zinsen noch warten wird.“

Die Fed hatte im Dezember erstmals seit rund zehn Jahren die Zinsen erhöht, auf ein Niveau von 0,25 bis 0,5 Prozent. Unter dem Eindruck der Konjunkturabkühlung in China und drastisch fallender Ölpreisnotierungen hielten die Währungshüter im Januar dann allerdings die Füße still. Mitte dieses Monats treffen sich die Notenbanker erneut, um über die Leitzinsen zu entscheiden.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte legte bis zum frühen Nachmittag in New York 0,4 Prozent auf 17.006 Punkte zu. Der breiter gefasste S&P-500 erhöhte sich um 0,3 Prozent auf 1999 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq gewann ebenfalls 0,2 Prozent auf 4717 Punkte.

Bei den Einzelwerten zählten die Aktien von Hewlett Packard Enterprise zu den Kursgewinnern mit einem Aufschlag von knapp 13,5 Prozent. Der IT-Konzern verdiente zwar weniger und setzte auch weniger um, der Rückgang fiel aber nicht so stark aus wie von Analysten erwartet.

Die Anteilsscheine des Kofferherstellers Tumi notierten 1,34 Prozent höher. Der weltweite Branchenprimus Samsonite kündigte an, Tumi für 1,8 Milliarden Dollar in bar zu kaufen. Schon am Donnerstag hatten Tumi-Aktien im Zuge von Spekulationen über die Übernahme kräftig zugelegt.

Auf den Einkaufslisten der Börsianer standen auch die Papiere von Broadcom. Die Quartalszahlen des Chipherstellers waren besser als erwartet ausgefallen. Die Broadcom-Aktie verteuerte sich um 6,3 Prozent.

Goldman-Sachs -Anteilsscheine rückten um ein Prozent vor. Die US-Investmentbank streicht einem Insider zufolge bis zu zehn Prozent der Stellen im Handel mit festverzinslichen Wertpapieren und Währungen.

In Frankfurt schloss der Dax 0,7 Prozent im Plus bei 9824,17 Punkten. Der EuroStoxx ging 0,8 Prozent höher bei 3037,55 Zählern aus dem Handel.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur
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