Börse New York Powell-Rede schürt Zinsängste an der Wall Street

In seiner ersten Rede gab der neue Fed-Chef Signale für eine Zinserhöhung. Die Indizes an den US-Börsen gaben daraufhin leicht nach.
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Viele Anleger fürchten, dass die Fed im Falle einer stärkeren Inflation die Zinsen schneller erhöhen könnten als erwartet. Quelle: AP
New Yorker Börse

Viele Anleger fürchten, dass die Fed im Falle einer stärkeren Inflation die Zinsen schneller erhöhen könnten als erwartet.

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New YorkAn der Wall Street haben die Anleger am Dienstag verschnupft auf die erste Anhörung des neuen Fed-Chefs Jerome Powell im Kongress reagiert. Der Notenbank-Gouverneur bekräftigte die gestiegenen Inflationsaussichten. Seine Zuversicht, dass die Teuerung anziehen werde, habe zugenommen, sagte Powell vor dem Finanzdienstleistungsausschuss des US-Repräsentantenhauses.

Sollte die Konjunktur zu sehr heißlaufen, werde die Fed die Zinsen schneller anheben. Manche Anleger rechnen für dieses Jahr mit vier statt mit drei Zinserhöhungen.

Der Dow Jones, der zunächst noch 0,4 Prozent zugelegt hatte, gab bis zum frühen Nachmittag in New York um 0,1 Prozent auf 25.682 Punkte nach. Der S&P 500 verlor 0,3 Prozent auf 2770 Punkte. Der Nasdaq-Index sank um 0,5 Prozent auf 7387 Punkte. An den Anleihemärkten zogen die Renditen deutlich an. So kletterte die Verzinsung der führenden zehnjährigen US-Staatsanleihen auf über 2,91 Prozent. Am Mittag hatte sie noch meist um 2,86 Prozent gependelt. Eine Zinserhöhung der Fed schon im März gilt inzwischen als so gut wie sicher.

An den europäischen Aktienmärkten gingen die Anleger ebenfalls in Deckung: Der Dax verlor 0,3 Prozent auf 12.490 Punkte, der EuroStoxx50 fiel um 0,2 Prozent auf 3458 Zähler.

„Jetzt könnten es wirklich vier Zinserhöhungen werden“

„Jetzt könnten es wirklich vier Zinserhöhungen werden“

Unter den Einzelwerten in New York standen Macy’s im Rampenlicht. Die größte US-Kaufhauskette überraschte die Anleger mit besseren Geschäften als gedacht. Die Aktie sprang vier Prozent in die Höhe.

Lange Gesichter dagegen bei Fitbit: Der Anbieter von Fitness-Armbändern enttäuschte mit den Quartalszahlen und dem Ausblick. Die Titel brachen um 13 Prozent ein.

Die Anteilsscheine von Akorn sackten 34 Prozent ab. Die Gefahr eines Scheiterns der 4,4 Milliarden Euro schweren Übernahme des US-Generika-Herstellers durch Fresenius schockte die Anleger. Der deutsche Gesundheitskonzern prüft derzeit, ob Akorn falsche Angaben bei der Produktentwicklung gemacht hat.

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