Börse New York: Prügel für die Aktie von Apple

Börse New York
Prügel für die Aktie von Apple

Die US-Anleger gehen auf Nummer sicher. Schwache Apple-Zahlen und sinkende Aufträge langlebiger Wirtschaftsgüter machen die Börsianer skeptisch.
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New YorkDie Wall Street hat sich nach einer tagelangen Talfahrt am Dienstag leicht erholt. Unerwartet gute Konjunkturdaten nahmen die Börsianer positiv auf. Die Stimmung der US-Verbraucher hellte sich zu Jahresbeginn überraschend auf.

Das Konsumbarometer kletterte im Januar um 3,2 auf 80,7 Punkte und damit auf den höchsten Stand seit August 2013. Von Reuters befragte Analysten hatten lediglich 78,1 Zähler erwartet. Die Verbraucher schätzten sowohl die Lage als auch die Aussichten positiver ein als zuletzt. Nervosität unter den Anlegern und der Einbruch der Apple-Aktie verhinderten jedoch größere Kursgewinne. „Im Grunde genommen warten wir alle auf die Fed am Mittwochabend“, sagte ein Händler. „Das kann dann sehr schnell in beide Richtungen kippen.“

Der Dow-Jones-Index legte bis zum Schluss 0,6 Prozent auf 15.928 Punkte zu. Der breiter gefasste S&P-500 rückte um 0,6 Prozent auf 1792 Punkte vor. Die Technologiebörse Nasdaq erhöhte sich um 0,3 Prozent auf 4097 Punkte. In Frankfurt schloss der Dax mit 9406 Punkten 0,6 Prozent höher. Der EuroStoxx50 legte 0,8 Prozent auf 3038,60 Zähler zu.

Experten erwarten, dass die Fed die Notenpresse künftig etwas langsamer rotieren lassen wird. Schon seit Januar kauft die US-Notenbank nur noch für 75 Milliarden Dollar monatlich Wertpapiere auf. Vermutlich werden die Käufe nun auf 65 Milliarden Dollar reduziert, sagten Analysten. Dies dürfte den Dollar wieder attraktiver machen, was vor allem für viele Märkte der Schwellenländer ein Problem ist.

Denn schon seit Wochen fließt das Kapital dort wieder ab. Einige Zentralbanken haben begonnen, mit Zinserhöhungen gegenzusteuern. Nach Indien dürfte am späten Dienstagabend die Türkei folgen. Entsprechende Spekulationen haben den Kursverfall der türkischen Lira am Dienstag gestoppt.

Bei den Einzelwerten brachen Apple -Aktien knapp acht Prozent ein. Zwar gab der Technologiekonzern Rekordverkäufe von iPhones und iPads bekannt, an der Börse war jedoch mehr erwartet worden.

Pfizer beglückte dagegen mit einem Gewinn über Erwartungen und der Kunde von Fortschritten bei Medikamenten gegen Krebs, Nervenschmerzen und Arthritis. Pfizer-Aktien legten 2,6 Prozent zu.

Gefragt waren auch die Anteilsscheine von Abercrombie & Fitch mit einem Aufschlag von knapp fünf Prozent. Die schwächelnde US-Modekette gibt dem Druck von Investoren nach und trennt die Rolle des Firmenchefs vom Posten des Chef-Aufsehers. Der in die Kritik geratene Mike Jeffries wird zwar weiter das operative Geschäft leiten, nicht aber mehr die Rolle des Chairman ausüben. Als Chef-Aufseher wird ihm der Einzelhandelsfachmann Arthur Martinez zur Seite gestellt.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 620 Millionen Aktien den Besitzer. 2261 Werte legten zu, 753 gaben nach und 128 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 2,03 Milliarden Aktien 1752 im Plus, 852 im Minus und 103 unverändert.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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