Börse New York
Quartalsberichte und Übernahmen im Fokus

IBM, Verizon und United Technologies glänzen mit starken Zahlen. Viele US-Anleger sind deswegen erleichtert. Sie hatten mit einer schwachen US-Bilanzsaison gerechnet. Die Wall Street konnte davon nur kurz profitieren.
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New YorkDie US-Börsen haben am Dienstag keine gemeinsame Richtung gefunden. Quartalsberichte unter anderem von IBM sowie milliardenschwere Übernahmepläne in der Pharmabranche standen im Mittelpunkt des Geschehens: Während der Dow-Jones -Index im Sog der IBM-Aktien nachgab, legte die Technologiebörse Nasdaq im Aufwind des Arzneimittelherstellers Mylan zu. Der israelische Generika-Hersteller Teva, Mutterkonzern der deutschen ratiopharm, will Mylan für 40 Milliarden Dollar übernehmen.

Der Dow Jones pendelte im Verlauf zwischen einem Hoch von 18.109 und einem Tief von 17.929 Punkten. Er schloss mit einem Minus von 0,5 Prozent auf 17.949 Punkten. Der breiter gefasste S&P-500 sank um 0,2 Prozent auf 2097 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq rückte dagegen um 0,4 Prozent auf 5014 Stellen vor. In Frankfurt ging der Dax 0,4 Prozent höher aus dem Handel.

Sowohl IBM als auch der Chemiekonzern DuPont sehen die Entwicklung des Dollar als Risiko für ihr Geschäft. Die starke US-Währung setzt DuPont zu und dürfte den Gewinn im Gesamtjahr deutlicher als bislang angenommen drücken. Die Papiere verloren knapp drei Prozent an Wert. IBM hat zudem mit hausgemachten Problemen zu kämpfen, weshalb dem IT-Dienstleister Umsatz wegbricht. Die Aktien fielen um gut ein Prozent.

An der Technologiebörse Nasdaq standen die Aktien von Mylan im Mittelpunkt. Sie verteuerten sich nach der Teva-Offerte um fast neun Prozent. Mylan hat zwar bereits im Vorfeld Widerstand gegen eine Übernahme signalisiert und will seine eigenen milliardenschweren Akquisitionspläne vorantreiben. Doch der umworbene Konzern Perrigo wies nach Börsenschluss das Mylan-Angebot zurück. Perrigo-Papiere gingen 2,7 Prozent schwächer aus dem Handel.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 689 Millionen Aktien den Besitzer. 1521 Werte legten zu, 1512 gaben nach und 141 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 1,7 Milliarden Aktien 1346 Titel im Plus, 1381 im Minus und 150 unverändert.

An den US-Kreditmärkten stand Griechenlands Schuldenkrise im Fokus der Anleger. Die Athener Regierung zeigte sich optimistisch, eine Einigung mit den internationalen Geldgebern zu erzielen. Die zehnjährigen US-Staatsanleihen gaben um 4/32 auf 100-25/32 nach. Sie rentierten mit 1,91 Prozent. Die 30-jährigen Bonds büßten 7/32 auf 98-09/32 ein und hatten eine Rendite von 2,58 Prozent.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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