Börse New York
Quartalsdaten bremsen die US-Börsen

Der Dow Jones kommt kaum vom Fleck. Schwache Quartalszahlen und miese Konjunkturdaten erweisen sich als Bremsklotz für den Börsenhandel. Für Skepsis sorgt außerdem die anstehende Zinssitzung der Federal Reserve.

New YorkDie Unklarheit über den Zeitpunkt der US-Zinsanhebung und enttäuschende Quartalszahlen von US-Firmen wie Ford haben die Wall Street am Dienstag belastet. Auch frische Konjunkturdaten verleiteten kaum zum Kauf von Aktien. So zog die US-Industrie den zweiten Monat in Folge spürbar weniger Aufträge an Land.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss mit einem Abschlag von 0,2 Prozent bei 17.581 Punkten. Der breiter gefasste S&P-500 gab 0,3 Prozent auf 2065 Zähler nach. Der Index der Technologiebörse Nasdaq verlor 0,1 Prozent auf 5031 Punkte. In Frankfurt hatte der Dax 1,01 Prozent auf 10.692 Punkte verloren.

Die US-Notenbank Fed will am Mittwoch über die Leitzinsen entscheiden. Anleger erhoffen sich Aufschlüsse über den Zeitpunkt der geplanten Zinswende.

US-Firmen zeichneten ein gemischtes Bild der wirtschaftlichen Lage. So gaben die Anteilsscheine von Ford fünf Prozent nach. Die Geschäfte liefen in Nordamerika rund, in Europa dagegen nicht.

Beim Amazon-Rivalen Alibaba griffen Anleger indes zu, die Papiere stiegen um vier Prozent. Der chinesische Online-Händler profitiert vom boomenden Einkauf mit Smartphones und Tablets. Der Umsatz kletterte um ein Drittel.

T-Mobile US verfehlte im Quartal bei Umsatz und Gewinn die Erwartungen, die Aktie verlor 5,7 Prozent. Die Papiere von Apple gaben 0,6 Prozent nach. Der Konzern wollte nach Börsenschluss seine Zahlen vorlegen - ebenso wie Twitter.

An der New York Stock Exchange wechselten rund eine Milliarde Aktien den Besitzer. 797 Werte legten zu, 2293 gaben nach und 133 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 1,92 Milliarden Aktien 820 im Plus, 2003 im Minus und 139 unverändert.

US-Staatsanleihen legten angesichts der mauen Konjunkturdaten zu, die die Einschätzung mancher Anleger stützten, das US-Wachstum könnte sich generell verlangsamen. Die zehnjährigen Papiere verbesserten sich um 6/32 auf 99-12/32. Sie rentierten mit 2,038 Prozent. Die 30-jährigen Bonds kletterten um 7/32 auf 100-11/32 und hatten eine Rendite von 2,857 Prozent.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur
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