Börse New York
Ratlose Wall Street schließt im Minus

Neue Sorgen um den US-Konsum belasten die US-Indizes. Positive Signale vom Arbeitsmarkt halten die Verluste aber in Grenzen. Die Aktien von General Motors geben deutlich nach.
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New YorkDie anhaltende Ungewissheit über das Tempo der Konjunkturerholung in den USA hat die New Yorker Aktienmärkte am Donnerstag ins Minus gedrückt. Eine Reihe von Konjunkturdaten mit zum Teil widersprüchlicher Tendenz ließ die Anleger weiter ratlos zurück, wohin die Reise geht. So kamen zwar positive Signale vom Arbeitsmarkt, der die Investoren zuletzt besonders nervös gemacht hat.

Doch das Wachstum in dem für die USA so wichtigen Dienstleistungssektor blieb hinter den Erwartungen zurück. Das Hin- und Her gehe weiter, sagte Chuck Carlson von Horizon Investment Services. Deshalb warteten die Anleger vor dem wichtigen Arbeitsmarktbericht der Regierung am Freitag ab.

Der Dow Jones pendelte im Verlauf zwischen einem Hoch von 13.284 und einem Tief von 13.175 Punkten. Er schloss 0,5 Prozent niedriger bei 13.206 Zählern. Der breiter gefasste S&P-500-Index fiel um 0,8 Prozent auf 1391 Stellen. Der Index der Technologiebörse Nasdaq büßte 1,2 Prozent auf 3024 Punkte ein. In Frankfurt ging der Dax 0,2 Prozent leichter bei 6694 Zählern aus dem Handel.

„Es ist ein bisschen so, als ob die Wirtschaft sich einfach nicht entscheiden kann“, sagte Ryan Detrick von Schaeffer's Investment Research. „Einige Zahlen sind gut, andere schwach.“ Händler sahen vor allem in den Arbeitsmarktdaten Anzeichen für eine Konjunkturbelebung, die in den USA maßgeblich vom Konsum der Verbraucher abhängt. In der vergangenen Woche stellten deutlich weniger US-Bürger einen Antrag auf Arbeitslosenhilfe als erwartet. „Es gibt ermutigende Signale“, sagte auch Chefvolkswirt Peter Cardillo von Rockwell Global Capital. „Das Schlimmste scheint hinter uns zu liegen.“

Enttäuschende Nachrichten erhielten die New Yorker Anleger am Donnerstag aber aus der Service-Branche: Das Wachstum der US-Dienstleister verlangsamte sich im April unerwartet deutlich, und die Zahl der Neuaufträge nahm stark ab. Schon am Vortag hatten maue Konjunktursignale aus den USA und aus der europäischen Industrie die Kurse ins Minus gedrückt. Unter dem Druck schwacher Wirtschaftszahlen hatte der S&P 500 im April erstmals seit November auf Monatssicht Verluste eingefahren - obwohl die Bilanzsaison insgesamt gut läuft. „Wir haben festgestellt, dass die Geschäftszahlen die Erwartungen übertreffen“, sagte Detrick von Schaeffer's weiter. „Jetzt wenden wir uns intensiver den Konjunkturzahlen zu.“

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Einzelhändler enttäuschen

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