Börse New York
Rekordjagd geht dank US-Jobzahlen weiter

Die US-Konjunkturmaschine hat die in der Finanzkrise verlorenen Jobs wieder vollkommen hergestellt. Das trieb die Kurse an der Wall Street zu Höchstständen. Der Autovermieter Hertz hatte allerdings nichts zu lachen.
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New YorkGestützt auf robuste US-Arbeitsmarktdaten hat die Wall Street ihre Rekordjagd am Freitag fortgesetzt. Gefragt waren vor allem Titel aus der Energie- und Finanzbranche, die in der Regel besonders von einem Wachstum der Wirtschaft profitieren.

Zum ersten Mal seit mehr als 14 Jahren stieg die Zahl der Beschäftigten außerhalb der US-Landwirtschaft den vierten Monat in Folge um mehr als 200.000 - im Mai kamen 217.000 neue Stellen hinzu.

Anleger sahen sich dadurch abermals in ihrer Einschätzung bestätigt, dass die Konjunktur in den Vereinigten Staaten Fahrt aufnimmt. "Starke Wirtschaftsdaten wie diese könnte es gern jeden Tag geben", sagte Andres Garcia Amaya, Marktstratege bei J.P. Morgan Funds.

Edgar Walk von Metzler AM hob aber hervor, dass das Geschehen an den Finanzmärkten der Fed zunehmend Kopfzerbrechen bereite. Denn Investoren agierten immer sorgloser. Aus Sicht von Craig Erlam, Marktanalyst bei Alpari UK, gab es neben dem Arbeitsmarktbericht und dem Nachhall der Beschlüsse der Europäischen Zentralbank (EZB) vom Vortag wenig neues auf der Nachrichtenseite, was die Märkte hätte bewegen können.

Der US-Standardwerte-Index Dow Jones pendelte im Verlauf zwischen einem Tief von 16.839 und einem Hoch von 16.924 Punkten, auf dem er den Handel auch 0,5 Prozent im Plus beendete - dem höchsten Stand in seiner Geschichte. Der breiter gefasste S&P-500 erhöhte sich ebenfalls um 0,5 Prozent und schloss auf 1949 Zählern. Der Index der Technologiebörse Nasdaq legte 0,6 Prozent auf 4321 Zähler zu. Auf Wochensicht fuhr der Dow ein Plus von 1,2 Prozent ein, der S&P von 1,3 und die Nasdaq von 1,9 Prozent. In Frankfurt ging der Dax 0,4 Prozent höher auf 9987 Stellen aus dem Handel.

Die US-Arbeitslosenquote ging auf 6,3 von 6,4 Prozent zurück. Die Zahl der Arbeitsplätze stieg zwar weniger als im Vormonat (plus 288.000) und blieb auch etwas hinter den Erwartungen der Analysten zurück (218.000). Doch Volkswirt Sam Bullard von Wells Fargo Securities wertete es als positiv, dass der Stellenaufbau auf einer breiten Basis stehe. "Das vergrößert die Wahrscheinlichkeit einer Beschleunigung des Wachstums."

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  • Auf Eurobasis bleibt das ATH im Dow vom 05.06.01 ungebrochen,da der Dollar 38% seit jenen Tagen,gegenüber dem Euro verlor.Gegenüber dem Schweizer Franken sind es sogar 45%.

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