Börse New York
Rohstoffwerte belasten US-Börsen

Die Wall Street ist am Dienstag zunächst etwas schwächer gestartet und hat sich dann uneinheitlich gezeigt. Anleger ziehen sich aus Rohstoffpapieren zurück. Pfizer enttäuscht mit Quartalszahlen.
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New YorkSinkende Rohstoffpreise haben die US-Börsen am Dienstag belastet. Nach der jüngsten Rally traten die Anleger an der Wall Street etwas auf die Bremse. Auslöser war zunächst eine kurzzeitige Kurserholung beim Dollar, die die Rohstoffpreise unter Druck setzte. So gaben die Preise für Öl und Gold etwas nach.

Außerdem sahen manche Investoren die Zeit für eine Korrektur der Rohstoffpreise gekommen. „Wir hatten hier ein gigantisches Wachstum, also gibt es jetzt Gewinnmitnahmen und einen darunterliegenden Umschwung hin zu anderen Branchen“, sagte Investmentstratege Paul Mendelsohn von Windham Financial Services. Weiterhin gute Geschäftsergebnisse und neue Übernahmespekulationen sorgten dagegen für etwas Abfederung der Kursrückgänge.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte notierte zu Handelsschluss in New York unverändert bei 12.807 Punkten. Im Handelsverlauf pendelte er zwischen 12.749 und 12.840 Stellen. Der breiter gefasste S&P-500 verlor 0,3 Prozent auf 1356 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq gab 0,8 Prozent nach auf 2841 Punkte. In Frankfurt ging der Dax belastet von schwachen Autowerten 0,4 Prozent tiefer bei 7500 Zählern aus dem Handel.

Zu den Verlierern an der Wall Street gehörte Pfizer. Der Kurs des weltgrößten Pharmaherstellers rutschte um 2,8 Prozent ab. Der Konzern hatte mit seinem Quartalsumsatz die Markterwartungen enttäuscht. An der Nasdaq stürzten die Titel des Handelsunternehmens Sears Holdings um knapp zehn Prozent ein, nachdem der Konzern einen Verlust im ersten Quartal angekündigt hatte. Spekulationen auf ein Übernahmeangebot des australischen Bergbaukonzerns Rio Tinto trieben den Kurs von Alcoa dagegen in die Höhe. Die Papiere des US-Aluminiumkonzerns verteuerten sich um 2,6 Prozent. Beide Unternehmen wollten sich zu den Gerüchten nicht äußern. Analysten hielten eine Fusion der zwei größten Aluminium-Produzenten zudem für unwahrscheinlich, da hohe wettbewerbsrechtliche Hürden zu erwarten seien.

Aktien von MasterCard zogen um 2,6 Prozent an. Der zweitgrößte US-Kreditkartenanbieter überzeugte die Börsianer mit einem Gewinnsprung. Die Papiere von Avon kletterten um vier Prozent. Der Hersteller von Kosmetikprodukten hatte zuvor einen Gewinn vorgelegt, der die Erwartungen an der Wall Street übertraf. An der New York Stock Exchange wechselten rund eine Milliarde Aktien den Besitzer. 1042 Werte legten zu, 1949 gaben nach und 120 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 2,21 Milliarden Aktien 782 im Plus, 1824 im Minus und 96 unverändert.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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