Börse New York
Schlechte Jobzahlen lassen Kurse fallen

Am Mittwoch haben die US-Anleger erneut auf den heimischen Arbeitsmarkt geschaut. Entsprechende Zahlen schickten die Indizes auf Talfahrt. Unter den Einzelwerten standen die Medien- und Pharmabranche im Fokus.

New YorkDie US-Börsen haben am Mittwoch nachgegeben. Zur schlechten Stimmung trugen schwache Arbeitsmarktdaten bei. US-Firmen schufen im April 156.000 neue Jobs - so wenige wie seit drei Jahren nicht mehr, wie der Arbeitsvermittler ADP bei seiner Umfrage unter privaten Unternehmen herausfand.

Das schürt die Sorge, dass der Frühjahrsaufschwung schwächer als erwartet ausfallen könnte. Experten erwarten nun mit Spannung den offiziellen Arbeitsmarktbericht der Regierung, der am Freitag ansteht. Der überraschend starke Auftragseingang der Industrie der größten Volkswirtschaft bremste die Talfahrt etwas ab.

Der Dow-Jones-Index schloss 0,6 Prozent tiefer auf 17.651 Punkten. Der breiter gefasste S&P gab um 0,6 Prozent auf 2051 Stellen nach. Der Index der Technologiebörse Nasdaq verlor 0,8 Prozent auf 4726 Zähler.

Bei den Einzelwerten lockte Time Warner dagegen mit einem satten Gewinnplus im Sog von Serienhits wie "Game of Thrones" die Anleger an. Der Medienriese profitiert zudem von den steigenden Einschaltquoten beim Nachrichtensender CNN, der mit seiner Berichterstattung zu den US-Präsidentenwahlen bei den Zuschauern ankommt. Die Aktien stiegen um 1,6 Prozent.

Unter Druck standen die Aktien des Pharmakonzerns Pfizer, die 0,9 Prozent verloren. Dieser hat ein Auge auf den US-Krebsspezialisten Medivation geworfen, doch droht ihm dabei eine teure Bieterschlacht mit dem französischen Konkurrenten Sanofi. Der Medivation-Kurs kletterte dagegen um fast drei Prozent.

Die Anteilsscheine von Intercontinental Exchange sprangen mehr als sieben Prozent in die Höhe. Der US-Börsenbetreiber will kein Gebot für die britische Konkurrentin London Stock Exchange (LSE) vorlegen. Damit torpediert er nicht die geplante milliardenschwere Fusion von Deutscher Börse und LSE.

Angesichts der großen Unsicherheit über die weitere Geldpolitik in den USA hielten sich die Anleger an den europäischen Aktienmärkten zurück. Der Dax verlor ein Prozent auf ein frisches Drei-Wochen-Tief von 9828,25 Punkte. Der EuroStoxx50 fiel um 1,2 Prozent.

Der Kurs des Euro pendelte zur Wochenmitte um die Marke von 1,15 US-Dollar und notierte zuletzt kaum verändert bei 1,1492 Dollar. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs zuvor auf 1,1505 (Dienstag: 1,1569) Dollar festgelegt. Ein Dollar kostete 0,8692 (0,8644) Euro.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 1,02 Milliarden Aktien den Besitzer. 1196 Werte legten zu, 1812 gaben nach und 122 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 1,92 Milliarden Aktien 927 im Plus, 1882 im Minus und 144 unverändert.

Die US-Kreditmärkte waren als sicherer Hafen gefragt und legten zu. Die zehnjährigen Staatsanleihen gewannen 5/32 auf 98-19/32. Die Rendite sank auf 1,782 Prozent. Der 30-jährige Bond erhöhte sich um 12/32 auf 97-4/32 und rentierte mit 2,641 Prozent.

Agentur
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