Börse New York: Schlechte Laune durch schwache Arbeitsmarktdaten

Börse New York
Schlechte Laune durch schwache Arbeitsmarktdaten

Die US-Börsen zogen am Donnerstag im Minus. Schwache Arbeitsmarktdaten drückten auf die Kurse. Der Dow Jones entfernte sich wieder weiter von der 20.000-Punkte-Marke.
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New YorkSchwache Arbeitsmarktdaten haben die US-Börsen am Donnerstag belastet. Die US-Unternehmen schufen im Dezember nach Angaben des Arbeitsvermittlers ADP lediglich 153.000 neue Jobs, Experten hatten mit 170.000 gerechnet. Im November hatte es noch 215.000 neue Stellen gegeben.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss 0,2 Prozent tiefer auf 19.899 Punkten. Der breiter gefasste S&P-500 sank 0,1 Prozent auf 2269 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq erhöhte sich dagegen um 0,2 Prozent auf 5487 Punkte.

Die Aktien der Kaufhaus-Kette Macy's brachen 14 Prozent ein, die des Rivalen Kohl's sogar 19 Prozent. Beide hatten angesichts schwacher Umsätze im Weihnachtsgeschäft ihre Gewinnprognosen gekappt.

Unter Druck standen auch die im Dow Jones gelisteten Papiere von Travelers, die 1,6 Prozent nachgaben. Morgan Stanley stufte die Aktie des Versicherers auf "untergewichten" herab.

Um 21 Prozent auf 74,85 Dollar nach oben ging es dagegen mit den Titeln des auf Wirtschaftsanalysen spezialisierten Unternehmens CEB. Der Marktforscher Gartner will CEB für 2,6 Milliarden Dollar oder 77,25 Dollar pro Aktie kaufen.

Gefragt waren auch die Anteilsscheine von Amazon mit einem Aufschlag von mehr als drei Prozent. Der Online-Händler und die Teenager-Modekette Forever 21 interessieren sich Insidern zufolge für den insolvente US-Bekleidungshersteller American Apparel. Die beiden Firmen führten neben anderen Gespräche mit American Apparel und seinen Finanzberatern, wie mit den Verhandlungen vertraute Personen sagten.

Nach der Kursrally zum Jahresauftakt ist an den europäischen Börsen die Luft derzeit raus. Ein deutlich stärkerer Euro und die Kursverluste an der Wall Street hielten Anleger von größeren Engagements ab. Der Dax ging am Donnerstag den zweiten Tage in Folge unverändert mit 11.584,94 Punkten aus dem Handel. Auch der EuroStoxx50 verabschiedete sich mit 3316,47 Zählern in etwa auf dem Schlussniveau des Vortags. "Am Parkett macht sich die Vermutung breit, dass die Verkäufer nach der fast ununterbrochenen Rally der vergangenen Wochen am längeren Hebel sitzen könnten", sagte Analyst Jochen Stanzl vom Brokerhaus CMC Markets.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 930 Millionen Aktien den Besitzer. 1294 Werte legten zu, 1642 gaben nach und 153 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 1,76 Milliarden Aktien 1178 im Plus, 1719 im Minus und 166 unverändert.

Die US-Kreditmärkte waren als sicherer Hafen gefragt und legten zu. Die zehnjährigen Staatsanleihen gewannen 21/32 auf 96-23/32. Die Rendite sank auf 2,3734 Prozent. Der 30-jährige Bond erhöhte sich um 1-18/32 auf 98-6/32 und rentierte mit 2,9668 Prozent.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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