Börse New York: Schnäppchenjäger bescheren Wall Street Gewinne

Börse New York
Schnäppchenjäger bescheren Wall Street Gewinne

Die US-Börse hat gegen Handelsschluss ins Plus gedreht. Europa, der US-Etatstreit und China sorgten jedoch für Unruhe. Viele Anleger befürchteten eine Abkühlung der Weltwirtschaft und gingen sicherheitshalber in Deckung.
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New YorkSchnäppchenjäger haben der Wall Street zum Wochenbeginn leichte Gewinne beschert. Die Anleger agierten am Montag wie auch an zahlreichen anderen Börsenplätzen wegen Sorgen über die Konjunktur in den USA und Europa sowie belastender Nachrichten aus China zunächst zurückhaltend. Sie griffen dann aber gegen Handelsschluss in New York bei günstigen Gelegenheiten beherzt zu. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte kletterte knapp 0,3 Prozent auf 14.127 Punkte. Der breiter gefasste S&P-500 legte fast 0,5 Prozent auf 1525 Zähler zu. Der Index der Technologiebörse Nasdaq stieg um 0,4 Prozent auf 3182 Punkte.

Das politische Patt in Italien, milliardenschwere Ausgabenkürzungen in den USA, eine strengere Regulierung am chinesischen Immobilienmarkt und Konjunkturdaten, die ein nachlassendes Wachstum der Dienstleister in der Volksrepublik belegten, hatten für Unmut an den Börsen in Europa und auch zunächst in New York gesorgt. "Die Angst ist wieder da", sagte ein Händler. Der Dax verlor so 0,2 Prozent auf 7692 Zähler.

Auch an der Wall Street verlief der Handel lange Zeit mau. Doch gegen Ende des Handelstag entschlossen sich dann doch mehrere Anleger zum Kauf von Anteilscheinen. "Der Aktienmarkt stellt immer noch eine Gelegenheit für Investoren dar, besonders wenn man sich den hiesigen Markt ansieht", sagte Eric Teal von First Citizens Bancshares in Raleigh, North Carolina. Es wäre allerdings keine Überraschung gewesen, wenn Anleger sich wegen Sorgen über Europa oder China zurückgezogen hätten.

Zu den größten Gewinnern zählten die Papiere des US-Bondversicherer MBIA, die sich um 24 Prozent verteuerten. Der Oberste Gerichtshof in New York wies eine Klage mehrerer internationaler Banken im Zusammenhang mit der Umstrukturierung des Spezialversicherers ab. Die Banken wollten die Aufspaltung von MBIA in zwei Teile anfechten.

Gefragt waren auch die Aktien des Öl- und Gaskonzerns Hess. Der Kurs ging um 3,4 Prozent nach oben. Das Unternehmen will einen Teil seines Geschäftsbereichs, darunter den Energiehandel - abstoßen. Es beugt sich damit dem Druck seines drittgrößten Anteilseigners Elliott Management. Außerdem will Hess eigene Aktien im Wert von vier Milliarden Dollar zurückkaufen und seine Dividende von 40 Cent auf einen Dollar anheben.

Abwärts ging es dagegen mit Apple -Aktien. Der iPhone-Hersteller hat im erbittert geführten Patentstreit mit Samsung eine herbe Schlappe erlitten: Die bereits zugesprochenen Schadenersatzzahlungen über mehr als eine Milliarde Dollar von dem südkoreanischen Konkurrenten sind von einer US-Richterin um 450 Millionen Dollar reduziert worden. Sie ordnete zudem ein neues Verfahren an, in dem die endgültige Höhe der Zahlungen bestimmt werden soll. Die Apple-Papiere verloren 2,4 Prozent.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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