Börse New York
Schnäppchenjäger bringen US-Börsen in Schwung

US-Unternehmen geht es prächtig. Ein Großteil präsentiert starke Zahlen. Gestört wird die gute Stimmung von den Turbulenzen in den Schwellenländern und durchwachsenen US-Konjunkturdaten.
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New YorkDie Wall Street hat nach ihrer jüngsten Talfahrt wieder Tritt gefasst. Schnäppchenjäger nutzten am Dienstag die Gunst der Stunde und deckten sich mit Titeln ein, die am Vortag trotz solider Geschäftszahlen herbe Verluste hinnehmen mussten. Dazu gehörten vor allem Aktien aus der Finanz- und der Einzelhandelsbranche. Zuletzt hatten Konjunktursorgen und die Turbulenzen in den Schwellenländern die Kurse kräftig ins Minus gedrückt. Am Montag erlitt die Wall Street deshalb den schwersten Rückschlag seit Monaten.

Am Dienstag schloss der Dow-Jones-Index der Standardwerte dagegen mit einem Plus von 0,5 Prozent auf 15.445 Punkten. Im Verlauf erreichte er ein Hoch von 15.481 und ein Tief von 15.356 Zählern. Der breiter gefasste S&P-500 gewann 0,8 Prozent auf 1755 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq erhöhte sich um 0,9 Prozent auf 4031 Punkte. In Frankfurt schloss der Dax 0,6 Prozent leichter auf 9127 Zählern.

Die Konjunkturdaten, die zuletzt den Anlegern verstärkt auf den Magen geschlagen waren, fielen am Dienstag durchwachsen aus. So erhielt die US-Industrie im Dezember angesichts einer Auftragsflaute im Luftfahrtsektor zwar 1,5 Prozent weniger Bestellungen als im Vormonat. Ohne den schwankungsanfälligen Verkehrsbereich legten die Aufträge aber um 0,2 Prozent zu.

Zuversicht schöpften die Investoren auch aus dem Verlauf der Bilanzsaison: Von den 250 Unternehmen im S&P-500, die bereits ihre Geschäftszahlen vorgelegt haben, übertrafen zwei Drittel die Erwartungen der Analysten.

So schnellte der Gewinn des Luxus-Bekleidungsherstellers Michael Kors um 77 Prozent in die Höhe. Dessen Handtaschen und andere Accessoires kamen zuletzt bei den Kunden besonders gut an. Die Aktien gewannen gut 17 Prozent.

Die Aktien von Yum Brands legten fast neun Prozent zu, nachdem die Muttergesellschaft der Fast-Food-Kette KFC ihre Gewinnerwartung für das laufende Jahr bekräftigt hatte.

Microsoft-Papiere notierten zeitweise 1,5 Prozent fester, rutschten zum Börsenschluss aber doch noch leicht ins Minus. Die monatelange Chefsuche bei dem weltgrößten Softwarekonzern hat seit Dienstag ein Ende: Der interne Cloud-Computing-Spezialist Satya Nadella wird Nachfolger des langjährigen Chefs Steve Ballmer. Der 46-Jährige holt sich Konzerngründer Bill Gates als Technologie-Berater an die Seite. Der gebürtige Inder Nadella ist nach Gates und Ballmer erst der Dritte an der Spitze des Windows-Herstellers.

Wal-Mart buttert gut 450 Millionen Dollar in den Ausbau seines Kanada-Geschäfts. In diesem Jahr sollen dort 35 Großfilialen gebaut werden. Die Anleger blieben davon ungerührt, der Kurs des weltgrößten Einzelhändlers kam nicht vom Fleck.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 836 Millionen Aktien den Besitzer. 2072 Werte legten zu, 969 gaben nach und 124 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 2,1 Milliarden Aktien 1623 Titel im Plus, 973 im Minus und 125 unverändert.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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